Vor Systemabsturz sicher
10.04.2009 | 18:24 Uhr 2009-04-10T18:24:00+0200Das Herner Systemhaus ISAP beklagt in der aktuellen Wirtschaftskrise zwar auch einen Einbruch im Auftragseingang von 10 Prozent unter den Planzahlen, doch der IT-Spezialist von der Robert-Bosch-Straße fürchtet keineswegs einen Systemabsturz.
Die nicht börsennotierte Aktiengesellschaft, die unter anderem dreidimensionale CAD-Lösungen für Fertigungsbetriebe und komplette IT-Systeme samt Hard- und Software sowie Support für kleinere Mittelständler bietet, spürt die Krise laut ihrem geschäftsführenden Gesellschafter Norbert Assen (50) wohl bei der Anbahnung neuer Projekte. Das Geschäft laufe zögerlich, Kunden warteten momentan ab, was die Krise ihnen an Lasten aufbürde. ISAP gehe aber davon aus, bei ihnen im zweiten Halbjahr noch mal anklopfen zu können.
„Momentan kommen wir trotzdem vor Arbeit nicht in den Schlaf”, sagt der Unternehmer. Grund dafür sei der hohe Auftragsbestand aus dem Vorjahr, der die 72 Mitarbeiter (davon 54 in Herne) in diesem Jahr „noch gut beschäftigt”. Weiterhin gut laufe auch das Geschäft mit Ersatzbeschaffungen. In Zeiten der Krise fordern Kunden zudem vermehrt Schulungskräfte und Ausbilder von ISAP an, um ihre Beschäftigten bei Kurzarbeit wieder auf den Stand der Dinge bringen zu lassen.
Im vergangenen Jahr hat ISAP bei einem Umsatz von 9,6 Mio Euro einen Gewinn von 180 000 Euro erwirtschaftet. Geld, das reinvestiert wird. So hat die AG etwa eine halbe Mio Euro in die Hand genommen, um ein eigenentwickeltes Software-Produkt, eine Produktdatenbank, zur Marktreife zu bringen. Zwölf neue Mitarbeiter wurden allein im vergangenen Jahr eingestellt, Geschäftsführer Assen wartet auf eine Baugenehmigung für einen Anbau am Firmensitz an der Robert-Bosch-Straße. Und der ausbildungsstarke Betrieb sucht auch noch ein Berufsstarter, der im Sommer eine Ausbildung zum Technischen 3D-Produktdesigner beginnen will – ein Ausbildungsgang, mit dem ISAP voll auf Höhe der Zeit ist. „Es ist die Evolution des Technischen Zeichners in die dreidimensionale virtuelle Welt”, wirbt Assen um Bewerber für den Beruf, der Zukunft hat.
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