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Von Kobolden und Kandidaten

22.02.2012 | 21:28 Uhr
Von Kobolden und Kandidaten
Der Prinzipal Christian Stratmann begrüßte beim Politischen Aschermittwoch der FDP im M ondpalast die Gäste und insbesondere Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (li.). Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool

Wanne-Eickel.   Die Kür von Joachim Gauck war beim Politischen Aschermittwoch der NRW- und Bezirks-FDP im Mondpalast ein zentrales Thema. Doch auch Attacken auf Rot-Grün bestimmten den Abend.

Nicht ist so schön wie der Mondpalast von Wanne-Eickel: Zum vierten Mal seit 2008 luden Landes- und Bezirks-FDP zum Politischen Aschermittwoch in Christian Stratmanns gute Stube ein. Den für diese Veranstaltungsform charakteristischen „derb rhetorischen Schlagabtausch“ (Wikipedia) gab es gestern allerdings nur in einer Art liberalen Light-Version.

Vor rund 220 Gästen übernahm Ralf Witzel die Abteilung Attacke. Der Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion und Bezirksvorsitzende Ruhr versuchte sich an karnevalistisch angehauchter Polit-Lyrik mit heftigen Breitseiten auf die Landesregierung. „Grüne Kobolde“ und „rote Blutsauger“ kamen darin ebenso vor „Burgfräulein Hannelore, die Kraftlose“. Die Lacher hielten sich in Grenzen.

Im Mittelpunkt stand bei Witzel wie auch bei Bundesgesundheitsminister (und FDP-Landes-Chef) Daniel Bahr jedoch ein ganz anderes Thema: die parteiübergreifende Kür des Kandidaten für die Wulff-Nachfolge. „Ohne die FDP gäbe es am 18. März keinen Bundespräsidenten Joachim Gauck“, sagte Bahr. Die Bürgerinnen und Bürger könnten sich auf die Liberalen als „notwendiges Korrektiv“ verlassen. Gauck stehe für Freiheit und damit für den zentralen Wert der FDP, so der Minister.

Auch Herne spielte im offiziellen Programmteil eine kleine Rolle. So übernahm der FDP-Stadtverordnete Thomas Nückel die Funktion des „Zeremonienmeisters“. Christian Stratmann wünschte sich in seiner Begrüßung für seine Partei einen „Neustart“ und dass es nun „wieder so richtig losgeht“. Und dann war da natürlich noch die FDP-erprobte Band „Honey & the Hot-shots“, diesmal in der Mini-Besetzung Norbert Solbach und (Aushilfe) Dirk Gerlach. Evergreens aus den 50er, 60er und 70er Jahren intonierte das Duo. Gegner der Liberalen hätten es „derb rhetorisch“ wohl so formuliert: Musik von vorgestern für die Partei von gestern.

Redaktion

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Kommentare
23.02.2012
20:01
Von Kobolden und Kandidaten
von klarsicht0815 | #3

...die kleinsten aber blindesten Schreihälse seit 1945 .... die gelbe Gefahr schwindet in das Nichts .
Das letzte aufbäumen vor dem AB.Fall

23.02.2012
11:11
Von Kobolden und Kandidaten
von Borniger | #2

220 Gäste? Davon haben sich aber sicherlich 210 vertan, denn sie dachten wohl eher an die Verbrennung des Bacchus, als an schwache Abschiedsvorträge von Leuten einer sich in der Auflösung befindlichen Partei.

23.02.2012
07:58
Von Kobolden und Kandidaten
von engelstrompete | #1

Wann kommt dieser kleine Haufen politisch verwirrter endlich in der Realität an ?

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