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Schulsporttag

Vom Winde verweht

12.07.2010 | 17:33 Uhr
Vom Winde verweht

Die Abkühlung für die gut 3000 schwitzenden Schüler beim Schulsporttag im Revierpark Gysenberg kam schneller als gedacht:

Heizten sie in der einen Minute bei tropischen Temperaturen noch die Zuschauer mit Hip-Hop-Beats ein und jagten der Frisbee hinterher, fegte in der anderen ein heftiges Unwetter über den Park hinweg. Innerhalb weniger Minuten versammelten sich Teilnehmer, Lehrer und Helfer in und um die Sporthalle; zu gefährlich war es unter freiem Himmel, denn der Wind war so stark, dass zahlreiche, zum Teil sogar schwere Äste zu Boden fielen. Verletzt wurde aber glücklicherweise niemand.

Schon zum fünften Mal hatten die Gustav-Adolf-Schule und die Mont-Cenis-Gesamtschule zum Sporttag geladen - 15 Schulen hatten ihre Teilnahme angekündigt. Beim Basketball, Soccer, Klettern und Flag-Football testeten die Mädchen und Jungen aber nicht nur ihr Talent - sie kämpften auch um Punkte. Denn für die Besten gab es Pokale und Urkunden. Die allerdings gingen noch nicht in die Hände der Sieger über - der kurzzeitige Sturm machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. „Die Schüler sind alle vor dem Sturm und Regen geflüchtet und haben sich in Sicherheit gebracht. Deshalb mussten wir die Siegerehrung unterbrechen“, berichtet Peter Scholz, einer von vier Lehrern, die diesen Sporttag jährlich auf die Beine stellen. „Nun werde ich nach den Ferien die einzelnen Schulen abfahren und die Gewinne überreichen.“

Darauf freuen wird sich auch der zwölfjährige Esaie von der Anne-Frank-Realschule. Er hat mit seiner Mannschaft beim Basketballturnier den ersten Platz gemacht. „Ich bin ein Basketball-Fan und das Turnier hat echt Spaß gemacht“, erzählt er. Realschüler Julian (12) versuchte sich in einer Trendsportart, dem Ultimate Frisbee. Dabei stehen sich zwei Teams auf einem Spielfeld gegenüber und versuchen die geworfene Plastikscheibe in der gegnerischen Endzone am Ende des Feldes zu fangen. Die Regeln sind teilweise vom Basketball und American Football abgeleitet. „Ich habe das zweite Mal Ultimate gespielt und fand es sehr gut. Es macht noch mehr Spaß als Fußball, weil der Teamgeist noch größer ist“, erklärt Julian.

Fast schon ein wenig halsbrecherisch ging es bei „Le Parkour“ zu. Dafür wurden in der Turnhalle Hindernisse aus Matten und Kisten gebaut, die auf schnellstem Weg überwunden werden mussten. „Le Parkour“ wurde vom Franzosen David Belle begründet und ist eine Sportart, die auch oftmals im Freien praktiziert wird. Es geht darum, alle Hindernisse, die sich dem Läufer in den Weg stellen, auf direktem Weg zu überwinden. „Wir sind gesprungen, haben uns gedreht und sind balanciert. Das hat mir gefallen“, schwärmt Gymnasiastin Jessica, die auch in ihrer Freizeit gerne Sport treibt.

Dass der Sporttag wegen des Sturmes so abrupt endete, fanden vor allem die Schüler der offenen Ganztagsschule in der Schulstraße traurig. Die jungen Tänzerinnen hatten sich gerade in ihren schicken Glitzerröcken auf den Weg zum Park gemacht, als der Sturm über die Stadt hinwegfegte. In Windeseile räumten die rund 100 Sporthelfer - allesamt Schüler der beiden ausrichtenden Schulen - alles weg, was nicht niet- und nagelfest war. Bleibt für sie zu hoffen, dass die anstehenden Ferien nicht genauso schnell verfliegen, wie der Wind über den Revierpark.

Katharina Paris

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