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Schulobstprogramm

Vitamine für die Pause

14.04.2010 | 19:15 Uhr
Vitamine für die Pause

Herne. Das „Schulobstprogramm“ von Land und EU ist in Herne angelaufen. Vier Grundschulen sind dabei. Seit Montag wird auch in Horsthausen geschnippelt .

Die Schürze umgebunden, die Messer aus der Kiste geholt, und los geht der Schnippeldienst. Frühstückspause in der 2b an der Grundschule Langforthstraße. Melissa und Marina, Jonathan und Maik dürfen heute das erste Mal für sich und ihre Mitschüler das Schulobst in mundgerechte Stücke zerkleinern. Noch etwas ungelenk schnitzen die Jungen an den Birnen, während den Mädchen ein Apfelzerteiler die Arbeit erleichtert. Sogar die Radieschen werden in Scheiben geschnitten. Selma Basan, die heute den Elterndienst übernommen hat, hilft beim Schneiden und Wegräumen. Das „Schulobstprogramm“ von Land und EU ist angelaufen, und in Horsthausen scheinen alle damit zufrieden.

Für Elke Kock, die Schulleiterin, verlief der Einstieg ohne Probleme. „Wie werden montags und mittwochs beliefert“, berichtet sie, und zwar jeweils mit einer Sorte Obst oder Gemüse für jeden Tag, so kann aus wöchentlich fünf Sorten kombiniert werden. 100 Gramm stehen jeder Schülerin und jedem Schüler zu. „Die Qualität ist gut“, hat die Schulleiterin festgestellt, die in ihrer Fortbildung gelernt hat, dass Äpfel der Handelsklasse 1 nicht einmal gewaschen werden müssen, was den Aufwand in Grenzen hält. Mit Ausnahme von Bananen kommt in der „Umweltschule“ übrigens kein Obst aus Übersee auf den Tisch.

Um kurz vor sieben liefert „Food On“, ein Düsseldorfer Unternehmen mit Dependancen im Ruhrgebiet, die Kisten für die fünf Klassen an, die diese dann in eigener Regie weiter verarbeiten. Dabei müssen bestimmte Regeln eingehalten werden, die in der 2b heute Maja als Expertin überwacht. Das reicht vom Händewaschen bis zur Vorschrift, nicht auf die Lebensmittel zu niesen oder zu husten.

Dass jetzt alle 120 Schüler mit Vitaminen versorgt werden, ist für Elke Kock Sinn und Zweck der Übung. Dafür geworben hat die Pädagogin schon lange. „Das wird schon beim ersten Elternabend vor der Einschulung angesprochen“, sagt die Schulleiterin. Und doch musste sie akzeptieren, dass sich nicht mehr als ein Viertel bis ein Drittel an den Vorschlag hielt, Obst mitzugeben, und zwar am liebsten in Portionen. Bei der Schulkonferenz stieß sie deshalb mit ihrem Vorschlag, am Schulobstprogramm teilzunehmen gleich auf offene Ohren, und auch die Helferinnen aus der Elternschaft fanden sich gleich. „Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen von den Eltern“, freut sich die Rektorin. Ihr Fazit: „Es wäre wünschenswert, wenn alle Schulen so ausgestattet würden.“

Ute Eickenbusch

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