Vier neue Kunstrasen für Vereine in Herne

Noch staubt’s auf dem Platz von Firtinaspor und ASC Leone an der Emscherstraße in Wanne. 2016 will die Stadt die Asche durch Kunstrasen ersetzen.
Noch staubt’s auf dem Platz von Firtinaspor und ASC Leone an der Emscherstraße in Wanne. 2016 will die Stadt die Asche durch Kunstrasen ersetzen.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Die Stadt Herne will 2016 einen Ascheplatz an der Emscherstraße ersetzen. Insgesamt entstehen vier neue Kunstrasen für Vereine.

Herne..  Die Herner Kunstrasenlandschaft wächst: Gestern und heute stand und steht beim VfB Börnig und den Sportfreunden aus Wanne der erste Spatenstich für die Errichtung eines solchen Platzes auf dem Programm. Außerdem haben Firtinaspor und ASC Leone für ihre Anlage an der Emscherstraße in Wanne die mündliche Zusage für den Bau eines Kunstrasenplatzes erhalten.

„Die Stadt baut im nächsten Jahr den Sportplatz Emscherstraße in eigener Regie zu einem Kunstrasenplatz um“, bestätigt Stadtsprecher Horst Martens auf WAZ-Anfrage. 600 000 Euro muss die Verwaltung in der Regel für den Umbau eines Ascheplatzes zum Kunstrasenplatz in die Hand nehmen.

Firtinaspor-Vorsitzender Önder Altan freut sich über die Botschaft der Stadt, bleibt aber auf der Hut. Mit gutem Grund. Seit 2010 sei ihnen signalisiert worden, so Altan, dass der Platz an der Emscherstraße ganz oben auf der Liste stehe. Dann sei aber zunächst das Fußballzentrum Horsthausen gebaut worden. Und 2014 seien die zur Verfügung stehenden Fördermittel der Stadt an den VfB Börnig und Sportfreunde Wanne gegangen.

Wie berichtet, finanzieren beide Clubs in einer Art Modellprojekt für Herne ihre neue Kunstrasenplätzen über einen langfristigen Kredit der NRW-Bank und zusätzliche städtische Fördermittel von jeweils 190 000 Euro. Stadtsportbund-Chef Hans Peter Karpinski hatte 2014 im Sportausschuss darauf gepocht, dass die Stadt auch weiterhin die Komplettfinanzierung beim Bau von Kunstrasenplätzen übernehmen müsse. Nicht alle Vereine seien in der Lage, ein solches Projekt über einen Kredit zu stemmen. Aber: Stadt und Politik müssten Fußballvereinen, die selbst ins Risiko gingen, ebenfalls entgegenkommen, so Karpinski.

Zurück zu Firtinaspor. „Ohne den Bau eines Kunstrasens hätte unser Verein keine Zukunft“, sagt Vorsitzender Önder Altan. Die Jugendabteilung habe man nur mit viel Engagement aufrecht erhalten können. Von den aktuell 350 Mitgliedern seien 150 Kinder und Jugendliche. An der Emscherstraße tragen zurzeit 14 Mannschaffen ihre Spiele aus – elf von Firtinaspor, drei vom ASC Leone.

Über eine sehr starke Jugendabteilung verfügt auch der SV Wanne 11. Der Sportausschuss hielt es am Mittwoch deshalb auch für notwendig, das Kunstrasenkleinspielfeld von Wanne 11 am Sportplatz Hauptstraße für 164 000 Euro zu erneuern. Der Beschluss fiel einstimmig.