Viele Besonderheiten in der Herner Politik

Diesen Tischkicker verschenkte die SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering an ihre Mitarbeiter. Bleibt die Frage: Welche Trikots werden nun überpinselt?
Diesen Tischkicker verschenkte die SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering an ihre Mitarbeiter. Bleibt die Frage: Welche Trikots werden nun überpinselt?
Foto: Michelle Müntefering
Was wir bereits wissen
Die Linke schimpft, der SPD-OB-Kandidat schreibt einen Wahlsieg ab, und die SPD-Bundestagsabgeordnete will Trikots überpinseln - das Politgeflüster.

Besondere Falzung

Die Politik ist in der Winterpause. Die Linke störte nun den besinnlich-ruhigen Weihnachtsfrieden mit ihrem Aufschrei über eine „besondere To-Do-Liste“ der Stadtmarketinggesellschaft (SMG), im „Vierfarbdruck, hochglänzend und im sondergefalzten Sonderformat“. Promis, darunter die Fraktionschefs von SPD und CDU, gaben Ausgeh-Tipps fürs neue Jahr. Man muss das Machwerk sicherlich nicht mögen. Allein: Die besondere To-Do-Liste im Vierfarbdruck und im sondergefalzten Sonderformat war nichts Geringeres als ein Weihnachtsgruß von Stadtmarketing, mal anders gemacht als die übliche Karte, durchaus flott und innovativ. Warum sich die Linke so aufregt? Mal überlegen. . . Weil sie keinen Tipp beisteuern durfte?

Besondere Wahl

Tipps hat SPD-Fraktionschef (und -OB-Kandidat) Frank Dudda auch auf seiner Facebook-Seite in einem „kleinen, ultimativ-subjektiven Jahresrückblick“ parat. „Lass uns gehen“ von Revolverheld ist da sein „Song des Jahres“, Mario Götze sein „Mann des Jahres“. Auch seine Auswahl, pardon: besondere To-Do-Liste muss man nicht mögen. Fragen aber wirft sein „Ausblick 2015“ auf: „zwei Wahlgänge reichen“, schreibt Dudda da. Soll wohl heißen: Seinen Wahlsieg bei der OB-Wahl am 13. September schließt er aus. Oder warum glaubt er schon jetzt an eine Stichwahl zwei Wochen später?

Besondere Trikots

Im Weihnachtsurlaub weilt die SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering. Vor ihrer Abreise schenkte sie ihren Mitarbeitern einen Tischkicker. Die Trikotfarben der beiden Mannschaften verwundern aber, treten doch gelb-schwarze und rot-weiße Teams gegeneinander an. Dazu muss man wissen: Michelle Müntefering ist eingefleischter Fan der Königsblauen, sie hat in der SPD-Bundestagsfraktion mit der Schalke-Fan-Gruppe die erste Fußball-Fan-Gruppe überhaupt gegründet (in der auch ein gewisser Frank-Walter Steinmeier Mitglied ist). Hat die Hernerin etwa rübergemacht zu Borussia Dortmund (was überaus begrüßenswert wäre) oder zu Rot-Weiss Essen (was nicht minder begrüßenswert wäre)? Leider nein: Beim Tischkicker fehle abschließend noch die blau-weiße Farbe, sagt Müntefering – dann könnten auch ihre „Schalker Jungs“ mitspielen.