Verkehrswacht in Herne warnt Narren vor Alkohol am Steuer

Wer sich zu Karneval ans Steuer setzt, sollte kein Alkohol im Blut haben, heißt es bei der Verkehrswacht Wanne-Eickel.
Wer sich zu Karneval ans Steuer setzt, sollte kein Alkohol im Blut haben, heißt es bei der Verkehrswacht Wanne-Eickel.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Verkehrswacht Wanne-Eickel bittet Narren um „nüchternes“ Handeln: Auto fahren mit Alkohol im Blut verträgt sich nicht, warnt der Verein.

Herne..  Der Karneval in Nordrhein-Westfalen kommt immer mehr auf Touren. Ob in den Hochburgen am Rhein oder auch „nur“ in Herne – überall laufen sich die Jecken für die bevorstehenden Veranstaltungen und Umzüge warm. Doch Vorsicht: Alle Party-, Sitzungs- und Umzugsbesucher sollten sich ebenfalls rechtzeitig vorbereiten, heißt es bei der Verkehrswacht Wanne-Eickel, die für ganz Herne zuständig ist. Denn neben Kostümen, Musik und guter Laune gehöre für die meisten Karnevalisten auch das eine oder andere Bier zum Feiern dazu. Das vertrage sich nicht mit Auto fahren.

„Wer ausgelassen feiern möchte, sollte sich vorher überlegen, wie man nach Hause kommt“, rät Heinrich Hendricks, Vorsitzender der Verkehrswacht. Er stellt klar: „Entweder kann man ein Taxi vorbestellen oder sich eine Verbindung mit Bus und Bahn heraussuchen.“ Auch könne man vor der Fahrt festlegen, wer den Abend über nüchtern bleibe, um alle sicher nach Hause zu bringen.

Frühzeitig Fahrer festlegen

Für die Hinfahrt das Auto zu nehmen und erst am Ort zu entscheiden, wer zurückfahren soll, ist laut Hendricks keine gute Idee: „Es ist besser, wenn sich jeder frühzeitig darauf einstellen kann, wie man den Abend verbringt. Wer fährt, sollte konsequenter Weise überhaupt keinen Alkohol trinken.“

Auch warnt die Verkehrswacht davor, über den Abend verteilt doch das ein oder andere alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. „Gerade beim Feiern verliert man schnell den Überblick darüber, wie viel man getrunken hat, und setzt sich hinters Steuer, obwohl man nicht mehr fahrtüchtig ist“, sagt Hendricks.

Dass man als Fahrer besser die Finger vom Alkohol lässt, belegten auch die NRW-Verkehrsunfallzahlen aus dem letzten Jahr: Bei 145 Unfällen sei in der Karnevalszeit 2014 Alkohol die Ursache, so das Innenministerium. 23 Personen seien bei Alkoholunfällen verletzt worden. Die Polizei führte demnach in Nordrhein-Westfalen insgesamt 62 367 Kontrollen durch; 17 256 Mal seien Fahrzeugführer auf Alkohol getestet und 230 Führerscheine einbehalten worden. Neben den Alkoholtests seien viele Fahrer auch auf Drogen getestet worden; dabei seien 273 Verstöße registriert worden.

„Eigentlich ist es doch ganz einfach“, resümiert Hendricks. „Wer feiert und Alkohol trinkt, setzt sich nicht ans Steuer.“ Wer diese einfache Regel nicht beherzige, riskiere nicht nur die eigene Gesundheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Sondern: „Er darf sich auch nicht wundern, wenn er seine Fahrerlaubnis verliert!“