Verein in Herne freut sich über 4020 Euro-Spende

Setzen sich für Menschen auf der Insel Ometepe ein, ein kleiens Eiland im Nicaraguasee. v.l. Dr. Markus Bruckhaus-Walter mit den beiden Vorsitzenden des Partnerschaftsverein Herne-Ometepe Udo Jakat, Mitte und Josef Stromberg
Setzen sich für Menschen auf der Insel Ometepe ein, ein kleiens Eiland im Nicaraguasee. v.l. Dr. Markus Bruckhaus-Walter mit den beiden Vorsitzenden des Partnerschaftsverein Herne-Ometepe Udo Jakat, Mitte und Josef Stromberg
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Udo Jakat und Josef Stromberg kümmern sich seit Jahren um Hernes Partnerinsel Ometepe.Umso mehr freuen sich die beiden Vorsitzenden nun über den 4020-Euro-Erlös einer besondere Party, die Dr. Markus Bruckhaus-Walter feierte.

Herne..  Es gibt Menschen, die setzen sich unermüdlich für die gute Sache ein. Dazu gehört auch Udo Jakat, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Herne-Ometepe. Er weiß um die Umstände auf der Insel, die zwar optisch an Jim Knopfs Lummerland erinnert, in punkto Lebensumstände aber nur wenig Anlass zur Freude bietet.

Freude hingegen bereitete Udo Jakat eine Spende in Höhe von 4020 Euro. Von dem Geld wurde ein transportables, stromunabhängiges Ultraschall-Gerät gekauft. Damit soll die medizinische Versorgung auf der Insel im Nicaraguasee verbessert werden. Durch genauere pränatale Untersuchungen soll die Zahl der Fehl- und Behindertengeburten verringert werden. „Nicaragua ist das zweitärmste Land in ganz Amerika“, betont Udo Jakat, der sich in regelmäßigen Abständen persönlich ein Bild von den Lebensumständen auf der Insel macht. Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich der mittlerweile pensionierte Lehrer für die Unterstützung vor Ort ein.

130 Gäste zur James Bond-Party

Und so wird er nicht müde, immer wieder um finanzielle Unterstützung zu bitten. Seinem Hausarzt Dr. Markus Bruckhaus-Walter erzählte er in einem privaten Gespräch von den Missständen auf der Insel. Bruckhaus-Walter fand mit Ometepe ein neues Projekt, das er unterstützen wollte. Er war es auch, der den Anstoß für die Medizin-Kooperation Herne-Ometepe gab, die seit zwei Jahren läuft. Aktuell sorgte der Mediziner für die 4020-Euro-Spende. Zu seinem 50. Geburtstag bat er seine Gäste um Spenden für die gute Sache. Es gab eine launige Feier unter dem Motto James Bond. Sehr zur Freude des Gastgebers kamen die Männer „zu 90 Prozent im Smoking und die Frauen in Abendkleidern. Es war eine gelungene Aktion“, so Bruckhaus-Walter. Von dem schillernden Abend im gemieteten Zirkuszelt profitierten am Ende nicht allein die 130 geladenen Gäste, denen das Projekt im Schnitt 31 Euro Wert war.

25 000 Euro kostete das Ultraschallgerät

Da die Kosten eines Ultraschallgeräts inklusive der Schulung bei 25 000 Euro liegen, bedurfte es noch weiterer Geldtöpfe, die es zu finden galt. „Das hätten wir alles allein niemals stemmen können“, so Josef Stromberg, Sektionsvorsitzender des Vereins. Für das nächste Jahr hat der Mediziner geplant, einen Kollegen auf die Insel zu schicken, um vor Ort bei der medizinischen Versorgung zu helfen. „Ähnlich wie bei Ärzte ohne Grenzen.“ Eventuell, noch überlegt er, will er selbst für zwei Monate nach Ometepe.