Das aktuelle Wetter Herne 15°C
Winterdienst

Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden

26.01.2011 | 15:47 Uhr
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden

Herne.Verdi schaltet sich in die Diskussion um eine Verbesserung des Winterdienstes ein. Verdi-Chef Norbert Arndt fordert die Einbeziehung nicht nur der Mitarbeiter von Entsorgung Herne, sondern auch der Verwaltung in ein neues Konzept.

Wie berichtet, hat Entsorgung Herne ein Paket geschnürt, um den Winterdienst zu verbessern. Der Katalog von Geschäftsführer Bernd Weste­meyer, der nun in der Politik diskutiert wird, beinhaltet unter anderem eine Aufstockung des Personals sowie die Anschaffung neuer Maschinen; damit soll die städtische Tochter für künftige „Eiszeiten“ besser gerüstet sein. Verdi-Chef Arndt begrüßt den schnellen Vorstoß des Entsorgungschefs ausdrücklich und nennt seine Vorschläge „überlegenswert“. Zusätzliches Personal, stellt Arndt dabei aber klar, dürfe nicht den befristeten Einsatz von Leiharbeitern bedeuten.

Seine Kritik richtet Arndt vielmehr in Richtung Verwaltung. Während sich der Chef von Entsorgung Herne in Sachen Verbesserung des Winterdienstes „an die Spitze der Bewegung stellt“, hielten sich die Chefs von Stadtgrün, Tiefbau und Gebäudemanagement „kleinlaut zurück“. Auch in diesen Bereichen, stellt der Gewerkschafter klar, seien „Konsequenzen aus dem Einsatzchaos im Winter“ erforderlich. Arndt erinnert daran, dass schließlich nicht nur die Mitarbeiter von Entsorgung Herne, sondern auch aus diesen Bereichen der Verwaltung Schnee räumen und streuen – Gehwege an Kreuzungen etwa oder vor Schulen.

Wie die Kollegen von Entsorgung Herne gingen auch die betroffenen Mitarbeiter von Stadtgrün, Tiefbau und Gebäudemanagement nach dem letzten Wintereinbruch am Stock. Die Personaleinsatzmöglichkeiten in den Winterdienstbereichen der Stadt befänden sich „am unteren Limit“, „Verschleißerscheinungen“ seien „unübersehbar“.

Aus diesem Grund, so Arndt, dürfe in diesen Bereichen kein Personal abgebaut werden, im Gegenteil, es müsse überlegt werden, ob künftig – wie bei Entsorgung Herne angedacht – mehr Leute nötig seien. Außerdem täten auch hier technische Neuanschaffungen Not.

In diesem Zusammenhang kritisiert der Verdi-Mann, dass seiner Gewerkschaft keine genauen Zahlen zur Winterdienststärke der Verwaltung vorliegen. Trotz mehrfacher Aufforderung seines Hauses wolle das Rathaus keine Auskunft geben. „Um unsere Arbeit machen zu können, brauchen wir aber diese Angaben“, stellt Arndt klar.

Michael Muscheid

Facebook
 
Kommentare
27.01.2011
20:28
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von schlimm | #10

Eine Teilprivatisierung wirkt Wunder. Siehe WBO in Oberhausen.

27.01.2011
17:34
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von hanshorsthausen | #9

@4 8 Ach liebe Angehörige der Stadtreinigung oder ver.di Verehrer oder sollte man besser sagen ver.di Abhängige, benutzen Sie einfach einmal das WAZ Archiv und lesen Sie die Meldungen z.B. aus Meschede aus Oer oder oder.
Warum hat es dort funktioniert, ist dort eine andere Sorte Schnee gefallen oder gibt es in diesen Städten keine Gewerkschaft oder keine Parteien. Kann es sein, dass es dort Menschen gibt die mit der Verantwortung die sie tragen auch umgehen können.

27.01.2011
16:19
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von D-AIMA | #8

Ich schließe mich hier der Aussage von Xavinia an. Sie hat recht. Es muß ordentlich und sachlich über diese Angelegenheit geredet und natürlich auch gehandelt werden. Das gemeckere von einigen hier bringt auch keinen weiter. Im Prinzip ist es doch eh überall gleich.Die Städte haben so gut wie kein Geld für Neuanschaffungen und Neueinstellungen über und in jeder eigenen Stadt war der Räumdienst kläglich, außer natürlich bei den Nachbarstädten. Hier hat aller wunderbar funktioniert ;-) Ja lieber Stadthasser. Oder sollte ich lieber Besserwisser schreiben! Euch kann man es doch eh nicht recht machen. Wie so alte Waschweiber :-( -Quak, quak, quak, qu......................aber er es braucht und nur so glücklich ist.........;-)

27.01.2011
09:03
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von bookeaterin | #7

Es hat Heiligabend das letzte Mal geschneit und unser Altpapier liegt immer noch rum.

Aber verdi sei dank wird ja nun alles besser

Veilleicht holt verdi auch mal eben unser Altpapier ab...

27.01.2011
07:59
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von hanshorsthausen | #6

Was machen die Beschäftigten von Stadtgrün und vom städt. Tiefbau, wenn in Herne der der Winter seinen Einzug gehalten hat. Der Tiefbau wird dann wohl keine Baumaßnahmen durchführen und Stadtgrün wird wahrscheinlich nicht beobachten, wie das Gras unter der Schneedecke wächst.
Also sind diese Beschäftigen in dieser Zeit ohne Beschäftigungsmöglichkeit,und können darum auch im Winterdienst eingesetzt werden.

Herne ist in der Haushaltssicherung, darf die Stadt überhaupt Leute einstellen? Ich denke nicht. Jede neu eingestellte Kraft muss, da Geld bekanntlich nicht auf den Bäumen wächst, von allen bezahlt werden Eine Anhebung der Gebühren wurde ja bereits ins Gespräch gebracht. Zusätzlich Leute für den Winterdienst einstellen, die im Sommer ebenfalls bezahlt werden müssen, dass erinnert an Schilda.

Diese Tatsachen, sind natürlich alle auch dem örtlichem ver.di Vertreter bekannt.Sollte das nicht der Fall sein, wäre der Personalabteilung von ver.di wohl beider Einstellung von Herrn Arndt und Besetzung der Geschäftsstelle Herne ein Fehler unterlaufen.
Hier versucht ver.di, wie .in Herne üblich , „Theater“ zu machen und fordert Dinge von denen alle Beteiligten Wissen ist, dass sie so nicht umgesetzt werden können.

27.01.2011
04:55
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von Poirot | #5

Wenn man die Namen Arndt und Westemeyer liest, weiß man, dass das Projekt zum Scheitern verurteilt ist. Der eine will Publicity um jeden Preis, der andere will mit diesem augenwischenden Aktionsplan sein peinliches Verhalten in den letzten Wochen und Monaten vergessen machen.

27.01.2011
00:45
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von Xavinia | #4

Ist schon ganz richtig, dass ein Umdenken in Sachen Winterdienst notwendig ist. Es deutet alles darauf hin, dass die Schneefälle weiterhin intensiver werden und die Schneehöhe mit normalen Schüppchen nicht mehr bewältigt werden wird können. Also: Gut so, dass jetzt überlegt wird, wie man damit umgehen soll. Mein Vorschlag: wie in Bayern üblich: kleine Kehrmaschinen mit Schneeschiebern ausstatten. So kann man diese im Sommer wie auch im Winter benutzen. Dass die jetzige Anzahl an Kehrmaschinen nicht ausreicht, ist wohl klar. Aber bevor massenhaft Beschäftigte bis an die Grenze der Erschöpfung mit der Hand arbeiten, sollte man umdenken und Maschinen einsetzen. So ist auch gewährleistet, dass es nicht zu überhöhten Krankenständen durch die Überbelastung kommt. Vermutlich war es nämlich so, oder?
Fazit: Jetzt sollten alle miteinander ein ordentliches Konzept erstellen und auch... umsetzen.
Leider leider... befürchte ich mal wieder Kompetenzgerangel oder auch... schlichtes.... schweigen.
Damit ist der Schnee aber auch nicht wegzuschaufeln.

26.01.2011
21:38
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von Alterhoefener | #3

Ja, sie gehen noch immer am Stock! Die Weihnachtsbäume liegen noch immer auf der Straße und die Gullys, die wir freigeräumt haben quellen vom Granulat über!
Noch mehr Leute - noch weniger Arbeit

26.01.2011
19:24
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von hanshorsthausen | #2

Die Kollegen der IG Bau wären sicherlich forh, wenn sie während des Winters im Winterdienst arbeiten könnten.
Fragt mal die Beschäftigen der Wanner Bauunternehmung Müller, die jetzt von der Firmenpleite bedroht sind, ob sie nicht den Winterdienst im Auftrag der Stadt übernommen hätten.
Mal schauen wer sich in Herne durchsetzt, ver.di oder die Lokalpolitik

26.01.2011
16:38
Verdi: Rathaus in neues Konzept einbinden
von Tierschutzzentrum | #1

Es wundert mich doch immer wieder wenn ich von diesem harten Winter lese. 5 Tage Schnee und Herne bricht zusammen. Unglaublich. Nach nunmehr fast 4 wochen ohne Schnee gehen die Arbeiter immer noch am Stock? Was ist mit den Mitarbeitern im Einzelhandel die vor Weihnachten nahezu jeden Tag gearbeitet haben. Von 10 bis 22 Uhr. Die jede Woche 20 Überstunden gemacht haben. Und dann auch noch bei den nicht geräumten Strassen nach hause fahren mussten. Ich bin für privatisieren.Ausschreibung zum niedrigsten Gebot. Es kann nur besser werden.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4210000/create

Aktuelle Fotos und Videos
Der größte Park
Bildgalerie
Top Ten
Klangwelten
Bildgalerie
Konzert
Schmieden wie früher
Bildgalerie
Im LWL-Museum
Kasinoverein Harmonie Unser Fritz
Bildgalerie
Saisoneröffnung
Aus dem Ressort
Jetzt anmelden fürs WAZ-Medizinforum in Herne
Thema Adipositas
Mit einem im Wortsinn „dicken Problem“ befasst sich das nächste WAZ-Medizinforum am Mittwoch, 6. Juni, um 18 Uhr in den Flottmann-Hallen: Es geht um extremes Übergewicht. WAZ-Leser können sich anmelden, es gibt noch freie Plätze!
Wasserschaden verschafft Trickbetrügern Zugang
Rentnerpaar ausgeraubt
Unter dem Vorwand einen Wasserschaden beheben zu müssen, haben sich am Donnerstag, 31. Mai, zwei Trickbetrüger Zugang zu der Wohnung eines Seniorenpaares an der Mont-Cenis-Straße in Herne erschlichen und sie bestohlen.