Verdacht auf versuchtes Sexualdelikt im Fall Mandy aus Herne

Auf dieser Industriebrache in Herne hatte die Polizei nach dem vermissten Teenager gesucht.
Auf dieser Industriebrache in Herne hatte die Polizei nach dem vermissten Teenager gesucht.
Foto: Wolfgang Quickels
Was wir bereits wissen
Im Fall der 15-Jährigen, die in Herne verschwunden war, ist für die Polizei "vieles im Dunklen". Es gebe den Verdacht auf ein versuchtes Sexualdelikt.

Herne.. Vor einer unübersichtlichen Situation steht die Polizei nach dem Wiederauftauchen der vermissten Mandy aus Wanne. Die 15-Jährige war am Ostersonntag abends nicht nach Hause zurückgekehrt.

Die Jugendliche wurde am Montag vernommen, und zwar vom Fachkommissariat für Sexualdelikte. „Wir haben Verdachtsmomente, dass es sich um ein versuchtes Sexualverbrechen handelt“, erklärte Polizeisprecher Volker Schütte. Mandy habe bei der Vernehmung ausgesagt, sie habe sich nach dem Vorfall auf dem Gelände der ehemaligen Schraubenfabrik Dorn im Zentrum Hernes zunächst bei einer Freundin aufgehalten und später dann bei einem Freund. Was genau auf dem Dorngelände passiert sei, sei aber noch völlig unklar, sagt Schütte.

Streifenwagenbesatzung griff Mandy auf

Am Freitagnachmittag wurde Mandy in Horsthausen von einer Streifenwagenbesatzung aufgegriffen. Die Gesuchte soll auf dem Weg nach Hause gewesen sein. Ihre Mutter hatte sie verzweifelt gesucht, sowohl mit Hilfe der Polizei als auch über die Medien. Sogar Fotos hatte die 39-Jährige im Stadtgebiet aufgehängt und Flyer mit dem Bild ihrer Tochter verteilt.

Warum sich Mandy nicht bei ihrer Mutter gemeldet hat? „Sie sagt, man habe ihr das Handy gestohlen“, erläutert Schütte. Vielleicht habe sie auch Angst gehabt sich zu melden. Von den beiden älteren Männern, die sich auf dem Dorn-Gelände aufgehalten haben sollen, spreche Mandy nicht mehr. „Vieles ist im Dunkeln“, erklärt Schütte.