Unterwegs in Traumlandschaften

Herbert Schmidt an einem See in der Atacama-Wüste. Foto: Herbert Schmidt
Herbert Schmidt an einem See in der Atacama-Wüste. Foto: Herbert Schmidt
Was wir bereits wissen
Der pensionierte Lehrer Herbert Schmidt berichtet von seiner Reiseüber den amerikanischen Kontinent.

Herne..  Er erfüllt sich einen Traum: Der pensionierte Sodinger Lehrer Herbert Schmidt schreibt uns vom nächsten Etappenziel seiner einjährigen Reise über den gesamten amerikanischen Kontinent. Den südlichsten Punkt seiner Tour hat er bereits geschafft, die eisige Antarktis, der nördlichste wird Alaska sein.

„Buenos Aires ist nicht gerade attraktiv, aber wenn es auf der Reiseroute liegt, sollte man es sich auch ansehen. Dazu kauft man ein 24-Stunden-Ticket für den Hop-on- Hop-off-Bus, der alle Highlights der Stadt abfährt.

Montevideo ist zwar sauber und gepflegt, aber Spektakuläres hat auch Uruguays Hauptstadt nicht zu bieten, weshalb ich nur zwei Tage dort bleibe. Auf dem Rückweg mache ich noch zwei Tage Station in Colonia, dessen historisches Zentrum zum Weltkulturerbe zählt. Durchaus sehenswert! Weiter geht es mit dem Flugzeug nach Ushuaia, Feuerland. Es werden dort zahlreiche Touren angeboten, vor allem Last-Minute-Kreuzfahrten in die Antarktis. Meine Spekulation geht auf, denn statt 7000 muss ich nur 4200 US-Dollar (3360 Euro) hinblättern. Bis zur Abreise bleiben noch ein paar Tage, in denen ich mich in der Stadt und ihrer Umgebung umsehe.

Am 28. November startet das schiff zu einer 1000-Kilomter-Reise über die Drake Straße mit Sturm und bewegter See. Die Passagiere sind eine gemischte Gruppe. Ein Drittel sind Chinesen, ein Drittel junge Leute und der Rest zählt zur reifen Generation. Am 1. Dezember erreichen wir die South Shetland Islands, wo wir erstmals das Schiff verlassen und entsprechend gespannt sind auf unsere erste Begegnung mit der Antarktis. Fünf Tage lang kreuzen wir entlang der antarktischen Halbinsel und steuern verschiedene Buchten an, wobei es mehrmals täglich per Zodiac durch die fantastische Welt der Eisberge und zu Pinguinkolonien an Land geht. Die Pinguine sehen ganz niedlich aus, aber jetzt, zur Brutzeit, sitzen sie in ihrem eigenen Dreck und stinken fürchterlich. Putzig sind sie nur, wenn sie sauber dem Meerwasser entsteigen. Wir sichten auch Wale, besuchen Seelöwen- und Seeelefantenkolonien und können kaum begreifen, dass diese unwirtliche Gegend ihnen einen Lebensraum bietet.Als letztes Highlight kommt das von allen Seefahrern so gefürchtete Kap Horn in Sicht, bevor wir in Ushuaia wieder an Land gehen.

Man versäumt nicht viel, wenn man Santiago de Chile und das 110 Kilometer entfernte Valparaiso nicht besucht, da es nicht viel zu sehen gibt. Zurück nach Argentinien reise ich über den Paso de Jama, 4700 Meter hoch, und den Salta der Lipan Pass, 4170 Meter – mit atemberaubenden Aussichten.“