"Unebenheiten auf der Strecke"
17.12.2008 | 12:55 Uhr 2008-12-17T12:55:00+0100„Als ob man über einen Feldweg fährt” - So beschreibt Norbert Bähr das Gefühl beim Fahren über die frisch sanierte A42 zwischen Castrop-Rauxel und dem Kreuz Herne, Anschlusstelle A43.
Norbert Bähr wohnt in der Ilseder Straße, direkt an der Autobahn, etwa in Höhe der Abfahrt Börnig. Neben dem schlechten Fahrgefühl gibt ihm ein weiterer Umstand Grund zu der Annahme, bei der Erneuerung der Fahrbahndecke sei „gepfuscht” worden: die Lärmentwicklung. „Natürlich war es hier direkt an der Autobahn noch nie leise, aber seit den Bauarbeiten ist es noch viel lauter geworden”, ärgert sich Bähr.
Mit seiner Wut sei Bähr nicht allein: „Ich schätze, dass gut 100 Anwohner im Bereich Ilseder Straße, Bömkestraße und Von-Waldthausen-Straße das genauso empfinden, wie ich. Man hört ja jetzt jeden einzelnen Pkw, der die Abfahrt nimmt - und jeden Lkw gleich doppelt”, sagt er.
Die vor rund einem Jahr begonnenen Sanierung liegt in den letzten Zügen, am kommenden Freitag (19.) soll sie nach letzten Arbeiten an der Brücke Am Landwehrbach, an Stahlschutzplanken und Fahrbahnmarkierungen komplett abgeschlossen sein. Vorerst. Denn mitunter muss die mit der Fahrbahndeckensanierung beauftragte Firma noch einmal ran - und auf eigene Kosten nachbessern. Das jedenfalls wollte der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW auf WAZ-Nachfrage nicht ausschließen. Ihr Sprecher Bernhard Meier sprach von „augenscheinlichen Mängeln” und erklärte: „Bislang ist die Abnahme der Baumaßnahme noch nicht erfolgt.” Erst nach der Messung von Unebenheiten sowie der Entnahme und Auswertung von Bohrproben im Januar könne man sagen, ob die Sanierung korrekt erfolgt sei. Das bestätigte auch Heinrich Niemitz von der Straßen.NRW Bauüberwachung. Er sprach von „Unebenheiten” auf der gesamten Strecke und terminierte die sogenannte Kontrollprüfung der rund 14,5 Millionen Euro teuren Fahrbahn- und Brückensanierung auf die „zweite bis dritte Kalenderwoche” des neuen Jahres.
Anwohner Norbert Bähr kann indes nicht glauben, „dass das nicht schon früher aufgefallen ist”. Er spricht von „Aufsichtsversäumnis” und einer „Riesensauerei”.
22:05
Nun - der Belag ist viel lauter - ich kenne die Strecke seit 30 Jahren und kann die Anwohner verstehen. Die Planer haben wohl versagt oder die Bauabnahme hat geschlafen ! Wer dies eine Lapalie nennt ist mit Sicherheit nicht Anlieger der Autobahn, schwerhörig, es ist Ihm egal oder hat selbst mitgewirkt den Belag auf die Straße zu bekommen! Ich weiß nicht wie die Verantwortlichen aus dieser Sache herauskommen ohne Butter bei die Fische zu tun wie man bei uns so schön sagt. Aber Hauptsche GAS geben - egal! Fahrgefühl hin und Fahrgefühl her, ein bischen überlegen hiilft manchmal doch die Sorgen andere zu verstehen. Ich verstehe auch das jemand die Lautstärke bei Tempo 190 und aufgedrehter Steroanlage nicht beurteilen kann, glaube aber auch das der sich hier nicht melden würde - oder ?
Also - immer schön geschmeidig !
In diesem Sinn, ein ruhiger Belag muß hin !
PS: Wer in meinem Kommentar Rechtschreibfehler findet kann sie gerne behalten. :-)
10:53
Die Sanierung der A 42 hat Millionen verschlungen.
Dann kommt so etwas dabei heraus.
Es ist erschreckend wenn man über die neue Fahrbahn fährt, übermäßig laut und uneben.
Die Autobahn war vor der Sanierung in einem besseren Zustand.
Alle neuen Autobahnen im Osten der Republik bekamen einen sogenannten “Flüster-Belag“.
Warum wird dieser nicht auch bei uns verwandt?
Ein Nacharbeiten ist wohl unumgänglich, im Interesse der Anwohner und Autofahrer.
HERNER
18:47
Ich fahre auch jeden Tag von Wanne bis Dortmund-Bodelschwingh über die A42 und kann die Vorwürfe nicht verstehen. Das Fahrgefühl ist im subjektiven Vergleich erheblich besser als vor der Sanierung. Wäre wegen dieser Lapalie nicht so ein Aufruhr veranstaltet worden wäre auf der A42 bald wieder freie Fahrt gewesen. Jetzt darf man sich noch etwas länger über Tempolimits ärgern nur weil die ausführende Firma nachbessern muß.
17:19
Ja, der Belag ist rauher und lauter als vorher. Auch an der Schreberstraße/Börniger Straße macht sich die höhere Lautstärke durch die neue Fahrbahn noch bemerkbar.
Und wann werden die maroden Lärmschutzeinrichtungen saniert?
16:22
Als täglicher Benutzer der A42 kann ich das nur bestätigen, dass der neue Straßenbelag wesentlich lauter ist als früher. Vielleicht soll das ein Beitrag zur Verkehrssicherheit sein, weil man eher langsamer fährt, wenns laut ist?!? Nur schade für die Anwohner ...
13:27
Versäumnisse gab es auch seitens der Stadt. Jedenfalls bemerkte man dort nicht, dass der Schwerlastkraftverkehr aus dem Gewerbegebiet Friedrich-der-Grosse (vor allem UPS, Dachser, Brinker und Linde-Gas und der gesamte Phoenix-Lieferverkehr) nun plötzlich mit Tempo 50+ über die Von-Waldthausen-Strasse brettern musste, weil die Auffahrt Börnig wegen der o.g. Bauarbeiten gesperrt war. Nein, nicht für Stunden liebe Leser, sondern tage- und wochenlang.
Da kam es dann auch zu Beschwerden der Anwohner und teilweiser Fahrbahnsarnierung. Teilweise deshalb, weil auch hier nur wieder halbe Arbeit geleistet wurde, wie man schön an der Fahrbahndecke der vorgenannten Strasse erkennen kann.
Aber dies scheint man in Herne ja schon gewohnt zu sein. So fährt die mit viel Logistikproblemen bedachte Entsorgung Herne die linke Strassenseite herunter und reinigt die Abwasserkanaleinläufe (Gullis), nur die rechte Seite wurde halt vernachlässigt. Auch gab es nur um die 400 Laub-Körbe, welche diese kompetente Anlaufstelle für Laubentsorgung aufstellen konnte. Und so gibt es immer noch welche, obwohl kein Laub mehr seit Wochen zu sehen, welche nun herrenlos herumstehen. Einer übrigens auch an besagter Strasse...
Vielleicht auch nur ein allgemeines EDV-Problem der städtischen Beteiligungsgesellschaften? Jedenfalls liegt es nicht nur am SAP-System, wenn schon mal des öfteren auch bei der Zulassungsstelle das Netzwerk nicht funktioniert. So vor Wochen z.b. der Internet-Zugang.
Aber hauptsache wir haben tolle und bunte Prospekte, statt mit solchen IT-Projekten Profis zu beschäftigen und nicht die kleinen lokalen Betriebe durch Beziehungsmanagement im Rat zu überfordern.