Umzug des Herner Jobcenters verläuft nach Plan

Jede Menge Umzugskartons müssen vom Heitkamp-Gelände zum Neubau des Jobcenters an der Koniner Straße transportiert werden.
Jede Menge Umzugskartons müssen vom Heitkamp-Gelände zum Neubau des Jobcenters an der Koniner Straße transportiert werden.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Umzug des Herner Jobcenters vom Heitkamp-Gelände nach Holsterhausen zum 1. April verläuft nach Plan. Ein Gebäude wurde bereits komplett geräumt.

Herne..  Der Letzte macht das Licht aus: Am Freitag hat das Jobcenter seine Büros in der ehemaligen Heitkamp-Zentrale an der Langekampstraße in Wanne-Eickel so gut wie komplett geräumt, bis Dienstag soll auch das benachbarte Gebäude an der Landgrafenstraße an den Vermieter übergeben werden. „Es läuft nach Plan“, sagt Jobcenter-Chef Karl Weiß über den Umzug seiner Behörde in den angemieteten Neubau an der Koniner Straße.

Trotz einer Info-Offensive mit Aushängen, Handzetteln und Mitteilungen über die Medien hat sich der Standortwechsel noch nicht bei allen herumgesprochen. Auch am Freitagmorgen stehen Arbeitslose vor dem Wanne-Eickeler Jobcenter und schauen überrascht auf das Schild mit dem Schließung-Hinweis am Eingang. „Das wird wohl noch etwas dauern, bis es alle mitbekommen haben“, sagt Weiß.

Mit 225 Mitarbeitern wechselt der 58-Jährige zum 1. April aufs Hiberniagelände (wir berichteten). Vor sechs Wochen begann die heiße Phase: „Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass wir den Termin halten können.“ Neben den Menschen ziehen auch die Möbel mit ins neue Holsterhauser Domizil: „Das nehmen wir alles mit, mal abgesehen von den Wandschränken“, sagt der Jobcenter-Chef. Komplett neu möbliert und auch neu strukturiert wird an der Koniner Straße nur der Eingangsbereich. Das soll für schnellere Abläufe und einen besseren Service sorgen – so zumindest das Ziel.

Wie viele Umzugskartons in den vergangenen Wochen von H (Heitkamp) nach H (Hibernia) transportiert wurden – Karl Weiß kann es nicht sagen. Vor allem das Archiv hat das Umzugsunternehmen vor große beziehungsweise schwere Aufgaben gestellt. „Wir haben ja noch keine elektronischen Akten“, so Karl Weiß. Das sei aber wohl nur eine Frage der Zeit.

Ist der Jobcenter-Chef froh über den Umzug? Das will der gebürtige Essener so nicht sagen. Auch die Tatsache, dass Weiß künftig im sechsten Stock einen Panoramablick über die Stadt hat und nicht mehr wie an der Landgrafenstraße vom Büro auf einen Hinterhof mit Lagerhalle schaut, reißt ihn nicht zu Begeisterungsstürmen hin. „Es hört sich komisch an, aber: Mir ist es egal, wo ich mein Büro habe.“ Fest steht für ihn jedoch: „Ich arbeite gerne in Herne.“ Für Mitarbeiter und Arbeitslose biete die neue Zentrale aber viel bessere Bedingungen.

Dass der Umzug des Jobcenters von Herne-Mitte aufs Heitkamp-Gelände vor nur vier Jahren ein Fehler und aufgrund der weiten Wege eine Zumutung für viele Arbeitslose gewesen sei, weist Weiß zurück. „Der Standort war nicht optimal“, räumt er ein. Es habe aber keine Alternativen gegeben.

Und: Wenn der Vermieter wie versprochen in das Haus investiert hätte, wäre das Jobcenter in Wanne-Eickel geblieben.

Arbeisagentur will ebenfalls aufs Hibernia-Gelände

Macht auch in der Agentur für Arbeit in Herne-Mitte bald der Letzte das Licht aus? Das ist zurzeit noch nicht absehbar, hieß es am Freitag.

Eine Konzentration der beiden Arbeitsbehörden auf dem Hibernia-Gelände an der Koniner Straße „wäre unsere Idealvorstellung“, sagte Agentursprecherin Anja Greiter. Vollzug könne man aber nicht melden. Es seien noch viele Fragen zu klären. Wie berichtet, hegt die Arbeitsagentur, die mit der U 25-Abteilung des Jobcenters zurzeit ihren Sitz in einem Gebäudekomplex des Bundes an der Markgrafenstraße hat, schon länger Umzugspläne. Platz wäre auf dem Hibernia-Gelände nach wie vor: An der Koniner Straße könnte neben dem Jobcenter ein weiteres Bürogebäude errichtet werden.

Geänderte Öffnungszeiten und Notdienste

Die Jobcenter-Standorte in Wanne-Eickel sind geschlossen. Das neue Jobcenter an der Koniner Straße 4 öffnet am Mittwoch.

Ein Notdienst ist an der Koniner Straße wie folgt eingerichtet: Montag und Dienstag jeweils von 8.30 Uhr bis 12 Uhr. Das Jobcenter betont, dass man sich nur um Notfälle kümmern könne und gegebenenfalls mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist.

Am Mittwoch, 1. April, öffnet das neue Jobcenter außerplanmäßig von 8.30 bis 12 Uhr. Ab dem 2. April gelten die bisherigen Öffnungszeiten (www.jobcenter-herne.de).