Umfrage der FDP offenbart schlechtes Herner Image

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Herne hat ein schlechtes Image - oder gar keins! Das ist eins der Ergebnisse einer Online-Umfrage der Herner FDP. Immerhin 229 Personen nahmen teil.

Herne..  Herne hat ein schlechtes Image - oder gar keins! Das ist eins der Ergebnisse einer Online-Umfrage unter dem Titel „Wie soll Dein Herne aussehen?“ Die hatte die Herner FDP gemeinsam mit ihrer Jugendorganisation „Julis“ vom 12. März bis zum vergangenen Samstag durchgeführt. Anlass der Aktion, die sich in erster Linie an jüngere Menschen richtete, war die bevorstehende Schließung der Gaststätte „Nils“.

Immerhin 229 Personen beantworteten den Katalog mit sieben Fragen. Auch wenn dies nicht für ein repräsentatives Ergebnis reicht, ist für den Herner FDP-Chef Thomas Bloch das Fazit klar: „Das Urteil für die Stadt aus der Perspektive junger Menschen ist vernichtend!“ So beurteilen über 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer das Image Hernes als schlecht. Wie viele das Image als gut beurteilen? Gerade mal 6,6 Prozent.

Ein weiteres zentrales Ergebnis: Fast 80 Prozent sind der Meinung, dass es Herne an Gastronomie und Szenekultur fehle. Bloch: „Das Angebot für die Altersgruppe Ü50 ist gut abgedeckt, es gibt aber Bedarf für Gaststätten wie das Nils.“ Bloch hat in den vergangenen Wochen Gespräche sowohl mit Betreiber als auch Vermieter geführt. „Ich hoffe, dass die Türen auf beiden Seiten noch nicht zugeschlagen sind“, sagt er - und in seinen Worten schwingt eine minimale Hoffnung mit, dass die Schließung des Nils zu Ende Mai vielleicht doch nicht kommt.

Darüber hinaus vermissen zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer Einkaufsmöglichkeiten, 42,1 weisen auf fehlende Freizeitmöglichkeiten hin. Die Wünsche sind teilweise kühn, etwa ein Apple-Store. Allerdings finden sich auch sehr ernste Wünsche: genügend Ausbildungs- und Arbeitsplätze; Anreize, nach Herne zu ziehen, mehr Grünflächen sowie saubere und gepflegte Parkanlagen.

Allerdings, so Bloch, sehe die Bevölkerung viel mehr Potenzial für die Stadt. Dies offenbare die Auswertung der Umfrage. Auf die Frage „Verkauft sich Herne unter Wert?“ antworteten mit 71,2 Prozent mit Ja. Dazu gebe es die Antwort eines Teilnehmers, dass es an Ideen, Innovationen und Mut für attraktive Projekte mangele. Auch die Außendarstellung Hernes beurteilten mehr als die Hälfte als schlecht.

Allerdings glaube die Bevölkerung an die Stadt, so Bloch. Dies hätten auch die Gespräche am Infostand am Ostersamstag gezeigt. Er kündigte an, dass die FDP einzelne Punkte der Umfrage aufnehmen werde, um die Themen weiter zu entwickeln.