Theater Gegendruck erzählt vom Existenzkampf auf der Straße

Vom Alltag in einer Obdachlosensiedlung erzählt „King“.
Vom Alltag in einer Obdachlosensiedlung erzählt „King“.
Foto: Norbert Kriener
Was wir bereits wissen
Das Recklinghäuser Theater Gegendruck gastiert wieder in Herne, diesmal mit „King“, einem Stück über Armut und das Leben auf der Straße.

Bochum..  Das freie Theater Gegendruck mit Sitz in Recklinghausen war schon des öfteren mit Theaterproduktionen zu Gast in den Flottmann-Hallen. Am Freitag, 23. Januar, steht um 20 Uhr an der Straße des Bohrhammers eine weitere Aufführung an. „King. A street story“ nach einem Roman von John Berger erzählt von Menschen am Rande der Gesellschaft - aus der Perspektive des Hundes King.

King lebt mit dem Paar Vico und Vica in einer Obdachlosensiedlung, dem „Mantel“. Was am Morgen mit den Ritualen der alltäglichen Existenzsicherung beginnt, endet am Abend in einer Tragödie. Der Zufluchtsort der Gestrandeten wird gewaltsam geräumt, weil dort ein Sportstadion entstehen soll. Die Bewohner widersetzen sich ihrer Vertreibung. John Berger, geboren 1926 in London, schreibt über Menschen, die hart um ihre Existenz kämpfen müssen.

Regisseur Johannes Thorbecke, der auch die Bühnenfassung erstellt hat, ist stolz, dass er die Zustimmung des Autors für sein Vorhaben erhalten hat. Thorbecke kündigt einen „spannenden Theaterabend“ an, „der zum Nachdenken und Diskutieren anregt“. Das Bühnenbild stammt von Erich Füllgrabe, der sich über einen Wohnort Herne hinaus mit Performances und Ausstellungen einen Namen gemacht hat. Die Live-Bühnenmusik liefert der Berliner Musiker Moritz Thorbecke. Dieser wurde dort durch verschiedene Band-Projekte in Berlin und durch Film-Musik bekannt. Unterstützung erfuhr die Produktion im Vorfeld auch durch das Straßenmagazin BODO.

Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt sieben Euro. Kartenreservierungen unter HER 16-2953 oder per Mail an flottmann-hallen@herne.de.