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Tennis und Squash - das ist eine treffsichere Mischung

10.08.2015 | 08:00 Uhr
Tennis und Squash - das ist eine treffsichere Mischung
WAZ-Mitarbeiterin Laura Konieczny erzielte im Anfängerkurs schnell Fortschritte.Foto: Rainer Raffalski

Herne.   WAZ-Mitarbeiterin Laura Konieczny hat einen Anfängerkurs in der Trendsportart Padel besucht und schnell sichtbare Fortschritte erzielt .

Padeln (auch Paddle) hat nichts mit dem Paddeln im Wasser zu tun. Das ist das erste, was ich über die neue Trendsportart im ehemaligen Squashcenter im Gysenbergpark. erfahre. Hallenbetreiber Mike Rose lacht, als er mir davon erzählt, dass schon Leute mit Badesachen vor ihm gestanden haben. Deshalb nennt er den Sport gern auch „Padel Tennis“ – das sei eindeutiger. Die Kurzbeschreibung dazu: eine Kombination aus Tennis und Squash. Klingt spannend. Zum Abschluss meiner Selbstversuchs-Reihe, möglichst fit durch die Ferien zu kommen, wage ich selbst mein Glück mit dem Schläger.

Mike Rose lädt mich ein, an einer Trainingsstunde mit Annika Galecki und ihrem Sohn Javi teilzunehmen. Die beiden kommen seit der Halleneröffnung vor gut eineinhalb Jahren mehrmals pro Woche her. Sie wissen schon, wie das Rückschlagspiel im kleinen Court funktioniert. Mike gibt mir eine fixe Einweisung. „Die Schlagtechnik ist analog zum Tennis“, erklärt er. Den Aufschlag macht man von unten, diagonal über das T-Feld. Der Tennisball soll über das Netz ins gegnerische Feld gelangen. Er darf dabei einmal den Boden oder die Rückwände aus Glas berühren, bevor er zurück gespielt wird. Berührt er die Gitter-Seitenwände, bedeutet das einen Punkt für die Anderen. Gespielt wird im Doppel, zwei gegen zwei. So weit so gut.

„Wird schon nicht so schwierig sein“, spreche ich mir Mut zu, bevor ich meinen ersten Aufschlag mache. Der kurze Kunststoffschläger liegt gut in der Hand. Tatsächlich schicke ich gleich beim ersten Mal den Ball über das Netz. Mike lobt mich, verbessert gleich im Anschluss meine Schlagtechnik und schickt mich näher ans Netz.

Das Spiel nimmt an Fahrt auf. Annika ist gnädig mit mir und spielt langsame Bälle, der achtjährige Javi möchte zeigen, was er kann und jagt mich quer übers Kunstharzrasen-Feld. Nicht jeden seiner Bälle kann ich einfach zurück spielen. „Javi hat echt Talent“, meint Mike. Ich gebe mir Mühe, wenigstens ansatzweise mitzuhalten.

Mike nennt einen der Vorzüge des Padelns: „Es ist eine Sportart für jedermann: kommunikativ und leicht zu erlernen.“ Und das Beste: „Auch Spieler unterschiedlichen Leistungsniveaus können gut miteinander spielen.“ Stimmt. Obwohl Annika und Javi mir einiges Voraus haben, können wir mit etwas Rücksicht ihrerseits und großer Anstrengung meinerseits das Spiel eine Weile lang am Laufen halten – und haben dabei alle unseren Spaß.

Meine Hand-Augen-Koordination war noch nie die beste. Das ist der Grund dafür, dass es Tennis und Squash nie in mein Hobby-Repertoire geschafft haben. Meine Frustrationstoleranz war wohl auch nie groß genug. Trotzdem macht mir Padel-Tennis einen Mordsspaß. Mich hat der Ehrgeiz gepackt. Während der 60-minütigen Trainingsstunde sehe ich schnell Erfolge. Mike meint: „Darauf lässt sich aufbauen.“ Das hoffe ich sehr. Denn ich komme wieder.

Laura Konieczny

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2015-08-10 08:00
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