Technik für Tiere aus Ton

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Vor der Osterzeit mehr als nur die Ostereier künstlerisch gestalten - die Möglichkeit dazu gab es in den vergangenen drei Tagen beim Osterferienprojekt „Kreatürlich“ im Kunsthaus Crange. Zum vierten Mal fand das Projekt in der Jugendkunstschule in Wanne-Eickel statt, bei dem neun- bis 13-Jährige ihre Kreativität zum Ausdruck bringen und unter Anleitung der Künstler Torsten Kropp und Doreen Becker ihre künstlerischen Fertigkeiten verbessern konnten.

Das Thema: Die Darstellung der eigenen Lieblingstiere. So wurde am ersten Tag ein gemeinsamer Zoobesuch unternommen, bei dem die Kinder echte Tiere beobachteten und vor Ort in Zeichnungen fassten. Mit Kreide wurde später gearbeitet.

Am letzten Tag liegen Holzlöffel, Modellierstäbchen, Messer, und Nudelhölzer auf den Tischen verteilt: Die jungen Künstlerinnen modellieren mit Ton. Anhand von eigenen Fischskulpturen lernen sie die Plattentechnik, später folgen weitere Techniken. Am Ende soll sich jede Teilnehmerin eine Methode aussuchen und ein Tier ihrer Wahl nach dieser modellieren.

Emilia zum Beispiel plant, einen Pinguin herzustellen. Die Elfjährige zeichnet und malt in ihrer Freizeit. Beim Kreatürlich-Projekt sei sie zum ersten Mal dabei: „Ich habe aber schon mal mit meiner Oma Weihnachtsgeschenke aus Ton gemacht.“

Doreen Becker, die den Kindern den richtigen Umgang mit Ton beibringt, ist begeistert von ihrer Gruppe. „Das sind hier alles kleine Talente!“, berichtet die hauptberufliche Installationskünstlerin. Das Besondere am Osterferienprojekt sei die Motivation der Teilnehmerinnen, die alle freiwillig da seien und sich nicht etwa wie in der Schule unter Druck gesetzt fühlten. Ihr Appell: „Kinder muss man fördern.“

Das scheint am besten mit Humor zu klappen. So sind Risse, die teilweise in trockenen Tonobjekten auftauchen, kein Beinbruch. Mit „ein wenig Faltencreme“ könne der Fisch schon bald wieder in voller Pracht strahlen.