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Gastronomie

Tapas ab 11 Uhr

03.01.2012 | 00:00 Uhr
Tapas ab 11 Uhr
Hartmut Julius Meimberg steht in seinem Weingeschäft, das er ausbauen will. Foto: Marcus Simaitis / WAZ FotoPool

Bei „Julius“ tut sich was: Das Wein-Restaurant an der Bahnhofstraße, bisher bekannt als feine Adresse für ausgesuchte Menü-Abende, öffnet im März mit neuem Konzept. Dazu wird ein bisher vermietetes Ladenlokal im Haus komplett renoviert und an die bisherigen Räume angebunden - als „Bistro“ oder „Brasserie“. Öffnen soll das 120 Quadratmeter große neue Lokal mit Loft-Charakter und offener Küche montags bis samstags ab 11 Uhr.

„Wir sind mit der Veranstaltungsgastronomie an Grenzen gestoßen“, begründet Weinhändler und Koch Hartmut Julius Meimberg den Schritt nach vorn. „Wir haben in der Oberliga gekocht, werden aber dort nicht anerkannt.“ Denn: Nur ein Vollrestaurant kann sich eine Bewertung in Feinschmeckerführern wie dem „Gault Millau“ erarbeiten.

Und der gehobenen Küche mit möglichst regionalen Erzeugnissen, teilweise auch Bio-Produkten, bleibt Meimberg treu. „Wir werden den ganzen Tag Kleinigkeiten aus der Tapas-Küche servieren, wobei sich das nicht auf spanische Spezialitäten beschränkt“, sagt er. „Bei uns gibt es auch französische, italienische oder westfälische Tapas.“ Ab 2,50 Euro: „Die Preise berücksichtigen die Herner Verhältnisse.“ Dazu ein gutes Glas Wein oder einen Kaffee („von regionalen Röstern“), sogar über Bier denkt der Weinhändler nach. In der warmen Jahreszeit sollen Tische in der Bahnhofstraße und an der Viktor-Reuter-Straße die 35 Sitzplätze im Bistro ergänzen.

In der Destillerie, den angestammten Räumen, werden unterdessen weiterhin die Gourmets auf ihre Kosten kommen. Statt 25 Menüs im Jahr sind demnächst doppelt so viele Veranstaltungen geplant. Meimberg: „Wir wollen jeden Samstag ein mehrgängiges Menü mit Weinauswahl anbieten, später vielleicht auch Aktionen am Donnerstag und Freitag.“ Einmal im Monat steht der Autodidakt selbst am Herd, „Julius kocht“ heißt dann die Devise.

An den anderen Tagen regiert ein neuer Küchenchef, denn Meimberg gibt ein Stück Verantwortung ab: Die Gastronomie wird als eigene Gesellschaft ausgegliedert, mit Meimberg als 50prozentigem Teilhaber und einem Partner, dessen Identität er aber noch nicht preisgeben will, solange die „Julius Gastro GmbH“ in Gründung ist. Den Lesern seines „Weinjournals“ hat er den Mann - es ist ein Herner Koch - in der letzten Ausgabe schon einmal im Bild vorgestellt: mit Nikolausmaske.

Ute Eickenbusch

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