Südpool und Lago versprechen Sicherheit auch an heißen Tagen

Rettungsschwimmer Markus Burke im Lago.
Rettungsschwimmer Markus Burke im Lago.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Freibäder versichern, es seien immer genügend Aufsichtskräfte am Beckenrand. Rettungsschwimmer unterstützen die Fachangestellten.

Herne..  Schillernde Bilder von David Hasselhoff mit Boje und roter Badehose ziehen an vielen vorbei, wenn sie an Rettungsschwimmer in Malibu denken. Wer aber kümmert sich hierzulande an heißen Sommertagen um die Sicherheit der Schwimmbadbesucher? „Fachangestellte für Bäderbetriebe. So lautet die offizielle Berufsbezeichnung“, erklärt Jörg Kämper von der Herner Bädergesellschaft. „Wer Zeit, Muße und Geld hat, kann anschließend noch seinen ,Schwimmmeister’ machen“, so Kämper.

Natürlich gibt es auch die Rettungsschwimmer, die den Fachkräften zur Seite stehen. Viele von ihnen sind Studenten und haben die Bescheinigung der Rettungsfähigkeit bei der DLRG erworben. „Bei Baywatch war das natürlich alles anders“, sagt Kämper und lacht.

Wie viele Fachkräfte und Rettungsschwimmer an einem Tag mit über 3000 Badegästen vor Ort sein müssen, sei nicht festgelegt. Gleichwohl schaut das Team des Südpool, dass bei großer Besucherzahl vermehrt Personal eingesetzt wird. Gearbeitet wird von 5.30 Uhr bis 22 Uhr, in zwei Schichten. Kämper: „Pro Schicht werden wir an diesem Wochenende zwei Fachkräfte einsetzen.“ Hinzu sollen sich noch drei Rettungsschwimmer gesellen – diese jedoch über den Tag verteilt. Trotzdem betont der Experte: „Es wäre aber schön, wenn Eltern ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt ließen. Manche denken: Ach, der Mann im weißen T-Shirt passt schon auf und gehen zurück auf die Decke.“

Nur einmal ein Becken gesperrt

Dass es im Schwimmbad wirklich dramatisch wurde, hat er bislang noch nicht erlebt. Ein einziges Mal, da habe man im Südpool ein Becken für einige Stunden schließen müssen. „Da waren wir von drei Leuten nur zu zweit und unsere Frühschwimmer wollten loslegen.“ Die starten im Sommer wie im Winter bereits um 6.30 Uhr durch. „Für einige Stunden haben wir den Außenbereich gesperrt und nur das Hallenbad geöffnet. Da war der Protest groß“, erinnert sich Jörg Kämper. Aber Sicherheit geht eben vor. Die garantiert auch Jürgen Will, zuständig im Revierpark Gysenberg für das Lago. „Ein Fachangestellter sowie drei Rettungsschwimmer gehören bei uns grundsätzlich zur Schicht“, betont er. Und: „Bei Bedarf sehen wir zu, dass wir noch zusätzlich Leute besorgen.“ Vehement betont Jürgen Will: „Bei uns gibt es keine Sicherheitsprobleme. Wir haben genug Aufsichtspersonal da.“ Das beweise nicht zuletzt die Tatsache, dass es auch am vergangenen Wochenende mit weit über 3000 Badegästen „keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen gab“. Und so soll es den Rest des Sommers ja auch bleiben. Auch wenn wir nicht am Strand von Malibu hocken – sicher soll es am Ende doch sein.