Sturmtiefs Mike und Niklas beenden ruhigen März

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Überwiegend freundlich, aber mit stürmischem und nassem Ende – so präsentierte sich das Wettergeschehen in Herne im März. Trotz vieler trockener und milder Tage fiel das Wetter in diesem Monat eher durchschnittlich aus. Grund für diese ausgewogene Bilanz war vor allem der sehr turbulente Monatsausklang.

Während deutschlandweit die Durchschnittstemperatur mit 5,2°C den langjährigen März-Mittelwert etwas übertraf, lag sie in Herne noch einmal um 1,6°C darüber. Dennoch übertrifft dieser Wert den für Herne berechneten Mittelwert der vergangenen 24 Jahre nicht. So lagen die von der Wetterstation auf dem Dach der Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne-Sodingen gemessenen Tageshöchsttemperaturen mit 10,6°C etwas über dem Durchschnitt, während die oftmals klaren Nächte mit durchschnittlich 2,9°C etwas zu kalt waren.

Wegen des häufig sonnigen Hochdruckwetters fiel an 18 Tagen in Herne überhaupt kein Regen und an weiteren neun Tagen regnete es nur unwesentlich. So war auch in Herne bis zum 28. noch nicht einmal die Hälfte des mittleren Monatsniederschlags zusammengekommen. Dann brachten die beiden Sturmtiefs „Mike“ (am 29.) und „Niklas“ (am 31.) zusammen 47 Liter Regen je Quadratmeter, so dass mit fast 70 mm Niederschlag der langjährige Durchschnittswert noch leicht übertroffen wurde.

Auch die Sonnenbilanz fiel regional recht unterschiedlich aus: Während sie deutschlandweit rund ein Viertel über dem Normalwert lag, war es bei uns im Westen recht trüb. Mit gemessenen 127 Stunden konnte hier wiederum der Mittelwert nur erreicht werden. Zum Vergleich: Im März 2014 schien die Sonne bei uns mehr als 40 Stunden länger!

Insgesamt war es, nicht nur wegen „Mike“ und „Niklas“, ein recht stürmischer Monat. Dennoch erreichte „Niklas“ mit Spitzenwerten von fast 70 km/h in Herne nicht die Orkanstärke, die in Höhenlagen der Mittelgebirge und der Alpen gemessen wurde.