Sturmtief „Niklas“ verursachte nur kleine Schäden in Herne

Am Bahnhof in Herne rätselte man auf dem Bahnsteig: Fährt er oder fährt er nicht?
Am Bahnhof in Herne rätselte man auf dem Bahnsteig: Fährt er oder fährt er nicht?
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bahnpendler waren von Sturmtief Niklas besonders betroffen. Äste und Dachpfannen lösten sich. Eine Litfaßsäule fiel um.

Mit heftigen Windböen und Regenschauern zog Sturmtief „Niklas“ gestern über NRW. In Herne hielten sich die Schäden nach ersten Melddungen in Grenzen. Besonders betroffen waren wieder Bahnpendler.

In den Gängen zu den Bahnsteigen suchten die Menschen gestern Schutz vor Niklas. Am Hauptbahnhof Wanne-Eickel und am Bahnhof Herne stand der Nahverkehr – wie überall in Nordrhein-Westfalen – zeitweise vollkommen still. „Die Regionalbahn nach Essen um 10.27 Uhr fällt aus“, tönte es durch die Lautsprecher in Wanne-Eickel, „wir bitten um Entschuldigung.“ Georgis Cheikis will eigentlich zum Ostermarkt nach Essen und sieht es gelassen: „Dann eben nicht“, sagt er. Am Bahnsteig daneben kündigt die Anzeigetafel immer noch die Regionalbahn nach Münster an, 8.58 Uhr. Fünf Minuten später soll sie losfahren, das ist mittlerweile eineinhalb Stunden her.

Die Einsätze der Feuerwehr waren - bis zum Abend - an zwei Händen abzählen. In der Hauptsache mussten lose Äste gesichert werden. Darüber hinaus lösten sich laut Stadt an Verkehrshinweistafeln auf Grund der Windbelastung Schrauben, waren aber schnell wieder angezogen. Auch eine Litfaßsäule hielt laut Stadt dem Wind nicht stand.

Bereits am Montag hatten sich Dachpfannen am Wanner Rathaus gelöst, gestern fielen Pfannen vom Gebäude des Wanner Hauptbahnhofs. Sie waren erst nach Ela erneuert worden...

Probleme bereiteten die Böen der Krananlage des Container Terminals. Bei 70 Stundenkilometern schaltet sich die Anlage ab. So kam es zu Verzögerungen bei der Beladung der Züge.