Stefanie Hertel eröffnete Tanzschule in Herne

Darf ich bitten? Stefanie Hertel zeigt Sergey Plyuta, dass sie seit 2012 nichts verlernt hat.
Darf ich bitten? Stefanie Hertel zeigt Sergey Plyuta, dass sie seit 2012 nichts verlernt hat.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Einst machten Stefanie Hertel und der Sergey Plyuta bei „Let’s Dance“ Furore. Nun eröffneten sie seine Tanzschule an der Bahnhofstraße in Herne.

Herne..  Sie scheint kein Ende zu nehmen, die Menschenschlange vor dem Eingang, auf den Stufen zum Saal drängen sich Männer und Frauen, fast alle in schicker Abendrobe. Es hat sich gelohnt, werden viele hinterher sagen. Vor der Tür steht er und schüttelt zur Begrüßung viele Hände: Gastgeber Sergey Plyuta, der sich an der Seite von Volksmusikstar Stefanie Hertel in der RTL-Sendung „Let’s Dance“ einen Namen machte. Samstag eröffnete er seine Tanzschule, den „TanzPott“ – „im Herzen von Herne.“

Auch seine alte RTL-Kollegin Stefanie Hertel ist zur Einweihung gekommen. Ein echter Freundschaftsbeweis: „Ich bin sehr glücklich, dass Stefanie es geschafft hat“, sagt der gebürtige Ukrainer Plyuta. Mit dieser Meinung ist er offensichtlich nicht allein.

„Ich mag sie sehr gerne“, sagt etwa Inge Schönweitz, die Fotokamera in der Hand. „Wir wollen die Hertel sehen“, ruft Sabrina Beyer (30). Ihre Tanzpumps hat sie extra aus dem Schrank geholt. Denn nicht nur Hertel und Plyuta werden das frisch gebohnerte Parkett betreten.

450 Karten verkauft – volles Haus

Doch zu Beginn nehmen erst mal alle Platz an Tischen mit roten Decken, es gibt was zu Knabbern und einen Sekt zur Begrüßung. 450 Karten hat Plyuta verkauft: „Das Haus ist voll.“ Ein Fotograf knipst auf Wunsch die Gäste, die Bilder sollen ins Internet. „Ich hoffe sehr, dass Sie alle mit eigenem Partner da sind“, scherzt Plyuta. Ein Hinweis, der hier und da sicherlich hilfreich sein mag. Locker geht es zu, ungezwungen – und mitten rein mischt sich Frau Hertel, eine zierliche kleine Frau mit langen blonden Haaren, schüttelt Hände, macht Smalltalk.

Sie fühlt sich wohl, das ist ihr anzusehen. Und jubelt laut, als Lisa Schreer die Tanzfläche betritt. Die 18-Jährige unterrichtet selbst und punktet mit ihrer Modern-Jazz-Einlage. Pirouetten, Spagat oder elegante Luftsprünge sind für sie kein Problem. Eine Zugabe, die gibt sie der jubelnden Menge gerne. Ob Stefanie das auch so kann? „Nein“, sagt sie und lacht. „So gut kann ich leider nicht tanzen.“ Wer wird so bescheiden sein?

Am späten Abend zeigt die Musikerin dann, was sie an der Seite ihres Lehrers gelernt hat. Und das kann sich, wie sie schon bei „Let’s Dance“ bewiesen haben, sehen lassen.

Warum Profitänzer Sergey Plyuta der beste Lehrer sei, bringt Gast Markus Köhl so auf den Punkt: „Er schafft es, den Menschen das schöne Tanzen beizubringen, ohne todernst dabei zu sein.“