Startschuss für Wananas-Neubau in Herne

Am Mittwoch war offizieller Baustart für das neue Wananas in Wanne-Eickel. Die Bagger freilich rollen schon länger.
Am Mittwoch war offizieller Baustart für das neue Wananas in Wanne-Eickel. Die Bagger freilich rollen schon länger.
Foto: Ralph Bodemer
Das Wananas in Wanne-Eickel wird neu aufgebaut: 660 Kiessäulen in der Erde sorgen für einen sicheren Stand des künftigen Spaß-, Schul- und Sportbades.

Wanne-Eickel..  Drei Jahre und drei Monate nach dem verheerenden Großbrand, der das Wananas in einer November-Nacht völlig zerstört hat, wird das Schwimmbad wieder aufgebaut. Am Mittwoch, zum offiziellen Baustart, gaben die Planer ihr Ziel vor: Im Sommer nächsten Jahres soll es fertig sein, das neue Wananas.

Und das wird größer, moderner, funktionaler – kurz: ganz anderes. Für 15 Millionen Euro entsteht (fast) an alter Stelle, an der Straße Am Freibad, ein neues Spaß-, Schul- und Sportbad aus einem Guss. Sieben Millionen Euro zahlt die Versicherung nach dem technischen Defekt, der das Flammenmeer ausgelöst hat. Im Gegenzug schließt die Stadt das marode Hallenbad Eickel sowie zwei Lehrschwimmbecken. Im Kern besteht neue Wananas aus „zwei prägnanten Baukörpern“, erläuterte zum Baustart Projektsteuerer Markus Lohaus: aus einem vorgelagerten Klinkernbau für Empfang, Gastronomie, Umkleiden und Saunas, sowie der gläsernen Badehalle.

Letztere ist zweigeteilt. Im Spaßbad wird ein Multifunktionsbecken mit Schwimmerbereich, Grotte, Sprudelliegen, Röhrenrutsche und Strömungskanal sowie je ein Baby- und Kinderbecken mit Attraktionen gebaut, fürs Schul- und Sportbad auf der anderen Seite sind ein Kurs- und ein Lehrschwimmbecken sowie ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen und Sprungturm geplant, nicht zuletzt: ein Außenbecken. Selbstverständlich, sagt Norbert Breitbach von der städtischen Projektgruppe Wananas, könnten Besucher auch diesen Bereich benutzen, wenn er nicht durch Schulen oder Vereine belegt sei.

15 000 Kubikmeter Erde werden bewegt

Doch zunächst, sagt Projektsteuerer Lohaus, müssten die Erdarbeiten gemeistert werden. Bagger und Raupen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen, insgesamt werden 15 000 Kubikmeter Erde bewegt – Material für 225 Überseecontainer. Dabei, sagt Lohaus, werde auch die Baugrube des alten Wananas verfüllt. In zwei Wochen dann sollen die Arbeiter so weit sein, um den Boden fit zu machen für das knapp 5000 Quadratmeter große Schwimmbad.

Da die Erde nicht fest genug sei, würden 660 Kiessäulen mit einem Durchmesser von rund 40 Zentimetern fünf bis sieben Meter tief in den Wanner Boden eingebohrt. „Insgesamt sorgen drei Kilometer dieser Kiessäulen für einen sicheren Stand des neuen Wananas“, erläutert der Experte.

Und so soll es weitergehen: Ab April werden die Keller gebaut , Ende 2015/Anfang 2016 schließlich sollen Tragkonstruktion und Gebäudehülle stehen. Dann startet der Innenausbau.