Starthilfe von Fischbach für Schüler-Union

Nach sechsjähriger Pause richtete die Ratsfraktion der Grünen erstmals wieder einen Maiempfang in der Künstlerzeche aus.
Nach sechsjähriger Pause richtete die Ratsfraktion der Grünen erstmals wieder einen Maiempfang in der Künstlerzeche aus.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Ingrid Fischbach (CDU) vermeldet die Gründung der Schüler-Union in Herne. Und: Warum die Stadtverwaltung preiswürdig ist.

Herne..  „Neugründung der Schüler-Union in Herne“ lautet die Überschrift einer Pressemitteilung. Die stammt allerdings nicht, wie man annehmen könnte, von der Nachwuchs-Organisation selbst. Sondern: vom Berliner Büro der CDU-Bundestagsabgeordneten Ingrid Fischbach.

Berichtet wird über ein Treffen Fischbachs mit Anna-Lena Krumhus, der Initiatorin und Gründungsvorsitzenden der Schüler-Union. Diese kommt in der Pressemitteilung ausführlich zu Wort und informiert über ihre Ziele und Pläne. „Anna-Lena Krumhus kann immer fest mit meiner Unterstützung rechnen“, kündigt Fischbach an. Nach dieser grenzwertigen Mitteilung des vom Steuerzahler (und nicht der Partei) finanzierten Bundestagsbüros drängt sich die Frage auf, ob sich das auch auf die künftige Pressearbeit der Schüler-Union bezieht . . .

Auf Eis gelegt

Alles andere als im eigenen Saft schmorten am Donnerstag die Grünen beim Mai-Empfang in der Künstlerzeche. Der Einladung der Ratsfraktion waren nicht nur die Bündnispartner im Rat gefolgt, sondern auch Vertreter aus Verbänden, Organisationen und nicht zuletzt der Stadt. Aus der Verwaltung nahm neben OB Schiereck auch Stadtdirektor Klee (beide SPD) teil, dazu kamen Vertreter städtischer Gesellschaften wie Wolfgang Neige (HCR) oder Horst Tschöke (Entsorgung Herne). Fortsetzung folgt? Ja, behaupten die Grünen, müssen aber 2016 erstmal den Beweis antreten. Denn: Der Mai-Empfang fand zuletzt 2009 statt – kurz vor der Kommunalwahl. Anschließend legten die Grünen das Format auf Eis. Diesmal steht bekanntlich die OB-Wahl (mit Grüner Beteiligung) vor der Tür.

Literarisch wertvoll

Der inoffizielle Preis für die kreativste Verwaltungs-Prosa geht in dieser Woche an die Stadt Herne. Wie diese in einer Vorlage die der Schaffung eines neuen CDU-Dezernats geschuldeten Verwaltungsumstrukturierung begründet, ist schon große Kunst. Schönster Satz: „Seit der Implentierung des neuen Steuerungsmodells steht die Kundenorientierung als Paradigma für den Kulturwandel in der Herner Stadtverwaltung und für die bürgernahe Modifikation von Geschäftsprozessen sowie die Anpassung der Institutio-nellen Organisation an die An-forderungen eines modernen Dienstleistungsbetriebs.“ Wer das mal live erleben möchte: Am Dienstag steht das Thema im Hauptausschuss auf der Tagesordnung.