Stadt stellt Straßenumbau in Herne vor

Anwohner, Händler und Politiker diskutierten mit der Stadt die Pläne für den Umbau der Viktor-Reuter-Straße. Am Mikro: Jörn Ongsiek (CDU).
Anwohner, Händler und Politiker diskutierten mit der Stadt die Pläne für den Umbau der Viktor-Reuter-Straße. Am Mikro: Jörn Ongsiek (CDU).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Viktor-Reuter-Straße in Herne-Mitte soll Anfang 2016 umgestaltet werden. Die Verwaltung stellte nun zwei Varianten zur Wahl.

Herne..  Mission: Die Viktor-Reuter-Straße soll schöner werden. Die Verwaltung stellte am Mittwochabend im Rathaus rund 30 Bürgern Pläne für eine Umgestaltung des Abschnitts zwischen Bahnhofstraße und Hermann-Löns-Straße vor. Fazit von Stadtplanungs-Chef Achim Wixforth nach der rund 75-minütigen Veranstaltung: „Es können nicht alle Wünsche durchgesetzt werden.“ Die Stadt müsse den Ausgleich zwischen öffentlichen und privaten Interessen herstellen. Diskussionen gab es vor allem ums leidige Thema Parkplätze.

Fest steht: Im Rahmen des Stadtumbaus Herne-Mitte soll die Straße aus Fördermitteln von rund 500 000 Euro sowie den üblichen Abgaben von Eigentümern umgestaltet werden. Die Bagger sollen Anfang 2016 anrücken; die Straße soll noch vor dem Sommer in neuem Glanz erstrahlen.

In zwei Bauabschnitte hat die Stadt die Maßnahme gegliedert: Abschnitt 1 umfasst den Bereich von der Bahnhofstraße bis zur Schulstraße, Abschnitt 2 reicht von der Schulstraße bis zur Hermann-Löns-Straße (siehe rechts). Für Abschnitt 1 hat die Verwaltung zwei mögliche Planungsvarianten erarbeitet und zur Diskussion gestellt. Variante 1 sieht beidseitige Parkstreifen (wie bisher) und eine nur fünf Meter breite Fahrbahn vor. In Variante 2 gibt es Parkplätze nur noch auf einer Straßenseite und eine Sechs-Meter-Fahrbahn. Die Tendenz auf der Bürgerversammlung ging eher in Richtung Variante 1 – auch wenn einige Händler und CDU-Vertreter vor einem Wegfall von Parkplätzen warnten. Die Befürworter befürchteten dagegen bei Umsetzung von Variante 2 chaotische Verkehrssituationen u.a. durch Lieferverkehr.

Optisch aufwerten will die Stadt den Übergang von der Fußgängerzone Bahnhofstraße in die Viktor-Reuter-Straße nicht zuletzt mit Blick auf die dort ansässigen Geschäftsleute. Doch auch hier gibt es zwei Varianten: mit oder ohne (einen kleinen) Wendebereich am Ende der Straße – das ist die Frage.

Keine Kontroversen (und Wahlmöglichkeiten) gab es für den Abschnitt Schulstraße bis Hermann-Löns-Straße. Die Straße soll hier 5,50 Meter breit werden, eine Fahrbahnverengung soll Raser im Zaum halten.

Neu und einheitlich gestaltet werden sollen in beiden Abschnitten Bänke, Mülleimer und Beleuchtung. Und auch Bäume und Grünbeete sind geplant.

Eine Tendenz zeichnete sich bei der Bürgerversammlung im Ratssaal zwar ab, aber kein Konsens. Die endgültige Entscheidung soll im Oktober in der Bezirksvertretung Herne-Mitte fallen. Auf Anregung des CDU-Bezirksverordneten Jörn Ongsiek sagte Stadtplanungs-Chef Achim Wixforth zu, die endgültigen Vorschläge der Stadt vorher in einer weiteren Versammlung noch einmal zur Diskussion stellen zu wollen. Auch konkretere Angaben über die Zahl wegfallender Parkplätze und die laut Kommunalabgabengesetz (KAG) für Eigentümer anteilig anfallenden Baukosten soll es dann geben.