Stadt sichtet Schilderwald
14.02.2012 | 18:17 Uhr 2012-02-14T18:17:00+0100
Herne. Die Stadt rückt dem Schilderwald zu Leibe: Alle Wegweiser, die nicht mehr benötigt werden, sollen in diesem Jahr abgenommen, alle anderen erneuert werden.
„Der Handlungsbedarf ist zwingend“, sagt Stadtsprecher Horst Martens auf Anfrage der WAZ. Der Zahn der Zeit hat vielen Wegweisern kräftig zugesetzt: Das Gros ist über 20 Jahre alt, an vielen Stellen fehlen Buchstaben, ganze Worte sind verblichen. Hinzu kommt: So manches Ziel gibt es längst nicht mehr, etwa Karstadt, oder ist noch gar nicht aufgenommen, etwa die Akademie Mont-Cenis. Außerdem entspricht die Gestaltung oft nicht mehr den Richtlinien, so Martens weiter. Und: Autofahrer landen gern mal im Nirgendwo, weil unterwegs Schilder fehlen, oder sie werden, was nicht sein soll, durch eine Tempo 30-Zone geleitet, die später eingerichtet wurde. Das alles, sagt der Stadtsprecher, soll sich nun ändern: An 1100 Standorten werden Schilder angepackt, an 700 dieser Standorte werden Schilder abgenommen.
Die Stadt wird für die Schilder-Aktion in 21 Bereiche unterteilt. In den einzelnen Bereichen, berichtet Martens weiter, würden die Wegweiser von einer Firma überprüft, die der Stadt dann Vorschläge zum Schilder-Abbau beziehungsweise zur Erneuerung macht. Los geht’s in dieser Woche. In einigen Fällen gebe es bereits neue Wegweiser – dort, wo in jüngerer Vergangenheit gebaut wurde, etwa entlang der Straßenbahnlinie 306 oder am Kreisverkehr Sodinger-/Castroper Straße.
Wie die neuen Schilder aussehen, sei am Beispiel der Autobahn-Wegweiser erklärt. Für die Führung zur Autobahn, heißt es in einem Bericht der Stadt, sollte künftig grundsätzlich das Autobahnsymbol gezeigt werden, da dieses international bekannt sei. Da sich Verkehrsteilnehmer immer mehr an Autobahnnummern orientierten, sollten auch diese angegeben sein. Auf Zielnamen sollte dagegen verzichtet werden, wenn sie zur eindeutigen Orientierung nicht erforderlich seien.
Zurzeit gibt es oft ein Sammelsurium: Mal ist das Autobahnsymbol angegeben, mal eine Autobahnnummer, mal der Autobahnzielort – oder mehrere Informationen auf einmal.
Die Sichtung des Schilderwaldes inklusive der Erneuerung der alten Wegweiser kostet laut Stadt 730 000 Euro. 65 Prozent der Kosten, heißt es in der Verwaltung, trägt das Land. Abgeschlossen werden soll die Schilder-Aktion noch in diesem Jahr, so die Stadt weiter.
08:16
Mal sehen. Inzwischen werden ja an jeder Ecke Halteverbotsschilder aufgestellt. Also kein Abbau von Schildern.
18:17
Mal sehen, wie geschickt diesmal "Wanne-Eickel" vermieden wird.
15:07
Im Zeitalter des Navigationsgerätes wird meiner Meinung nach kein Autofahrer den Weg zur Akademie Mont-Cenis nicht finden, weil irgendwo in Herne ein Hinweisschild zur Akademie fehlt. Das gleiche gilt eigentlich für alle anderen Ziele. Angesicht dieser Tatsache sollte sich die Stadt sehr wohl überlegen, ob sie die 750.000 Euro wirklich dafür ausgibt. Das Geld stammt übrigens von den vielen Steuerzahlern und nicht aus dem Vermögen des Landes und der Stadt Herne! Für den städtischen Anteil von 255.500 Euro kann man sicherlich sinnvollere Projekt in Angriff nehmen!
12:34
sollte konsequent darin enden, dass man sämtliche Schilder diesbezüglich abbaut und dem Altmetall-Recycler übergibt.
Freie Fahrt für LKWs, Wildpinkler und Gehweg-Parker! Viele davon zahlen doch sowieso keinerlei Steuern in Herne.
11:03
Bitte auch die Zeichen für "Bahnhof" entsprechend beschriften. Die sind viel zu klein, als dass man sie gut erkennen könnte.