Stadt Herne sucht einen fünften Dezernenten

Stadtkämmerer Hans Werner Klee ist der letzte Dezernent, der in Herne seinen Dienst antrat - im Mai 2013. Wer kommt als nächstes?
Stadtkämmerer Hans Werner Klee ist der letzte Dezernent, der in Herne seinen Dienst antrat - im Mai 2013. Wer kommt als nächstes?
Foto: WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Die Stadt Herne sucht einen fünften Dezernenten: Die Stellenausschreibung wurde jetzt veröffentlicht, die CDU hat das Vorschlagsrecht.

Herne..  Die Stadt hat die Besetzung einer fünften Dezernenten-Stelle auf den Weg gebracht und die Stellenausschreibung veröffentlicht. Der oder die Neue soll den Dienst am 1. Juli antreten. Dezernenten bilden unter dem Oberbürgermeister die „Ministerriege“ einer Stadt und verantworten eigene Geschäftsbereiche im Rathaus.

Nicht der Abschied eines Dezernenten macht die Neubesetzung erforderlich: Die Schaffung eines zusätzlichen Postens ist ein Ergebnis des Koalitionspokers von SPD und CDU, die seit den Kommunalwahlen im Stadtrat kooperieren. Die CDU hat demnach das Vorschlagsrecht für den Beigeordneten, kann ihn sich also aussuchen. Sagen der Koalitionspartner ja und gibt der Stadtrat grünes Licht, wird der Dezernent für acht Jahre gewählt und nach der Besoldungsgruppe B4 (rund 7200 Euro/Monat) bezahlt. Zuständig ist der neue Beigeordnete für die städtischen Fachbereiche Recht, Bürgerdienste und Feuerwehr, die derzeit noch anderen Beigeordneten zugeordnet sind.

Hürden wurden hochgelegt

Die Stadt Herne hat die Hürden für Bewerber hoch gelegt: Gesucht wird laut Anforderungskatalog ein Kandidat mit langjähriger Berufspraxis im öffentlichen Dienst mit adäquater Leitungserfahrung, einer Befähigung zum Richteramt sowie Erfahrung im Umgang mit Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen, heißt es in der Stellenausschreibung, die auch auf der Homepage der Stadt veröffentlicht wurde. „Ein CDU-Parteibuch ist keine Voraussetzung, aber auch nicht hinderlich“, sagt CDU-Fraktionschef Markus Schlüter zur WAZ. Um anzufügen: „Ich werde mich nicht bewerben.“ Mit dieser Aussage will er Gerüchten entgegentreten, die nicht verstummen wollten. Nach dem Bewerbungsschluss am 7. Februar werden die Unterlagen von der Stadt gesichtet, die Fraktionen erhalten dann eine Übersicht über die Kandidaten und können sie zu Vorstellungsgesprächen einladen.

Ist der Neue da, sagt Schlüter, könne man möglicherweise an der Dezernenten-Zuordnung „noch einmal drehen“, sprich: Verantwortungsbereiche neu zuschneiden. Nicht zuletzt sei es möglich, beim Ausscheiden eines Dezernenten zu schauen, ob man dann wieder einen einspare.