Stadt Herne plant bei Wanne-Eickeler Schulen um

Der große Kehraus in der Gustav-Adolf-Schule soll erst einmal bis Sommer 2017 verschoben werden.
Der große Kehraus in der Gustav-Adolf-Schule soll erst einmal bis Sommer 2017 verschoben werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Für drei Wanne-Eickeler Schulen hat die Stadt Herne umgeplant. Das hängt vor allem mit den steigenden Schülerzahlen an den Realschulen zusammen.

Wanne-Eickel..  Entgegen der bisherigen Planungen soll die Gustav-Adolf-Hauptschule in Eickel nicht in diesem Sommer freigezogen werden, sondern noch bis Sommer 2017 als Hauptschule in Betrieb bleiben. Die 10. Klassen, die Ende des Schuljahres als letzte übrig bleiben, ziehen auch nicht in die Melanchthon-Hauptschule nach Crange, sondern bleiben in ihrem Gebäude – wo dann auch die letzten Klassen der Melanchthon-Hauptschule einziehen. Mit der Räumung ihres Gebäudes macht die Melanchthon-Hauptschule wiederum Platz für die Erweiterung der direkt benachbarten Realschule Crange. So sieht es jedenfalls ein Vorschlag der Stadt für die nächsten Sitzungen der Bezirksvertretungen Eickel und Wanne vor.

An der Realschule Crange ist es jetzt schon zu eng. Entgegen der Prognosen sinken an den Herner Realschulen die Schülerzahlen nicht, sondern steigen. So hat die Realschule Crange bereits von den vorgesehenen drei Zügen auf 3,5 aufgestockt, zum nächsten Schuljahr soll sie vierzügig geführt werden. Das hat zum einen mit der Auflösung der Förderschulen für Lernen zu tun: Bereits jetzt gibt es an der Realschule Crange in den Klassen 5 bis 8 das Gemeinsame Lernen, 32 Schüler haben sonderpädagogischen Förderbedarf. Die Entwicklung wird weiter in diese Richtung gehen, im nächsten Schuljahr werden sich voraussichtlich drei weitere Schulen am Gemeinsamen Lernen beteiligen. Zum anderen erhöht sich die Zahl der Schüler auch durch die Zuwandererkinder – ob aus EU- oder anderen Staaten. Auch sie sind schulpflichtig und kommen in der Regel wegen mangelnder Deutschkenntnisse zunächst in Vorbereitungsklassen, deren Zahl ebenfalls nicht mehr ausreicht.

Aus all dem zieht die Stadt nun mit ihrer Umplanung, die die drei Wanne-Eickeler Schulen betrifft, die Konsequenzen. Diese Lösung sei auch sinnvoll, um gesamtstädtisch Engpässe im Realschulbereich zu beseitigen, so die Stadt. Und die Nutzung der Gustav-Adolf-Schule in Eickel bis Sommer 2017 schaffe Luft, über die weitere Verwendung des Gebäudes nachzudenken, das 2011 mit großem Aufwand saniert wurde.