Stadt Herne kontrolliert Problemhäuser

Erneut im Visier der städtischen Taskforce: dieses von Menschen aus Südosteuropa bewohnte Haus an der Shamrockstraße.
Erneut im Visier der städtischen Taskforce: dieses von Menschen aus Südosteuropa bewohnte Haus an der Shamrockstraße.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Die Stadt Herne hat erneut „Problemhäuser“ kontrolliert: Es gab zwei Einsätze, aber keine Schließung der Gebäude.

Herne.. Die Stadt hat am Dienstagabend mit ihrer „Taskforce“ Kontrollen in zwei von Menschen aus Südosteuropa bewohnten Problemhäusern durchgeführt. Und zwar in dem bereits im Februar kontrollierten Haus an der Shamrockstraße in Herne-Mitte sowie in einem weiteren Haus im Bezirk Wanne. Mängel, die zu einer Schließung der Gebäude geführt hätten, seien dabei nicht festgestellt worden, berichtet die Stadt.

Bei den Einsätzen führte die Taskforce auch die übliche melderechtliche Überprüfung durch. Dabei habe es erneut Auffälligkeiten gegeben. 28 in den Häusern wohnende Menschen seien zur Anmeldung aufgefordert worden, 15 Menschen seien dagegen nicht angetroffen und deshalb amtlich abgemeldet worden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verkehrstauglichkeit der an den Häusern abgestellten Fahrzeuge. Zwei nicht ordnungsgemäß gemeldete Lieferwagen seien stillgelegt worden, berichtet die Stadt. Und: Obwohl die Standorte nahezu täglich kontrolliert würden, hätten sich im Hof des Hauses Shamrockstraße erneut eine wilde Müllkippe gebildet. Der Hausverwalter sei aufgefordert worden, diese zu beseitigen.

Die Verwaltung will die Gebäude aufgrund des „teilweise bedenklichen“ baulichen Zustandes weiter im Auge behalten. Sollte sich bei weiteren Verschlechterungen eine Unbewohnbarkeit ergeben, so die Stadt, müssten die Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Beteiligt an der Kontrolle waren u.a. mehrere Fachbereiche, die Polizei und die Stadtwerke. Zu beiden Gebäuden seien vermehrt Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen.