Stadt Herne gibt fast alle Wälder wieder frei

Teile des Constantiner Waldes bleiben auch über den 12. Januar hinaus noch gesperrt. FUNKE Foto Services
Teile des Constantiner Waldes bleiben auch über den 12. Januar hinaus noch gesperrt. FUNKE Foto Services
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum 12. Januar will die Stadt Herne auch die letzten noch gesperrten städtischen Waldflächen frei geben. Ausgenommen: Teile des Constantiner Waldes.

Herne..  Die Bürger haben sich zwar schon lange nicht mehr an die Sperrungen gehalten, aber ab nächster Woche Montag, 12. Januar, dürfen sie fast überall in Herne und Wanne-Eickel die städtischen Wälder auch ganz offiziell wieder besuchen. Dann werden die im Zusammenhang mit dem Pfingststurm Ela aus Sicherheitsgründen verhängten Betretungsverbote aufgehoben, teilte Stadtgrün gestern auf Anfrage der WAZ mit. Manche Wäldchen stehen den Bürgern auch schon seit längerem wieder zur Verfügung. Ein Überblick über die aktuelle Situation.

Herne

„Das Langeloh werden wir ab 12. Januar wieder freigeben“, sagt Martin Pawlicki, bei Stadtgrün für die Städtischen Wälder zuständig. Der Gysenberger Wald ist seit Ende Dezember frei gegeben; dort fand bereits am 31. Dezember der Silvesterlauf statt. Auch den Voßnacken, den Kunstwald Teutoburgia und den umgebenden Wald können die Besucher seit Ende 2014 wieder ganz legal betreten.

„Das Wäldchen an der Gneisenaustraße nahe des Hafens in Horsthausen ist ebenfalls frei gegeben“, so Pawlicki. Der Grund ist allerdings weniger erfreulich: Dort hielt kein einziger Baum dem Ansturm von Ela stand. An der Halde Uhlenbruch sind zwar noch einige Arbeiten nötig, aber Stadtgrün geht davon aus, auch diesen Bereich ab 12. Januar für Besucher offiziell öffnen zu können. Auch das Wäldchen am Flottmann-Gelände wird zum 12. Januar frei gegeben. Große Ausnahme: Teile des Constantiner Waldes im Herner Süden müssen weiterhin gesperrt bleiben.

Wanne-Eickel

Seit September steht den Besuchern das Wäldchen Unser Fritz am Heimatmuseum schon wieder zur Verfügung. Die Dürerhalde an der Plutostraße in Röhlinghausen ist seit Mitte Dezember wieder geöffnet. Das Naturschutzgebiet Pluto, der Landschaftspark Pluto V, die Halde Hofstraße und die Königsgrube sollen nach Auskunft von Martin Pawlicki alle zum 12. Januar offiziell frei gegeben werden.

Alle Wälder sollen nun, wo die Bäume kein Laub tragen, noch einmal in Augenschein genommen und kontrolliert werden. „Längsrisse zum Beispiel ließen sich vorher nicht erkennen“, so Martin Pawlicki. Es gebe jedoch keine „atypischen Gefahren mehr.“ Will heißen: Das jetzt noch vorhandene Gefahrenpotenzial bei einem Waldspaziergang ist nicht größer als sonst zu dieser Jahreszeit.

Anders als für Bäume an Straßenrändern gebe es für den Wald keine Verkehrssicherungspflicht, erklärt der Stadtgrün-Mitarbeiter. Jeder Bürger habe zwar das Recht, öffentlichen Wald zu betreten; er tue dies aber auf seine eigene Verantwortung.

Noch in diesem Jahr soll die Waldfläche an der Gneisenaustraße nahe des Hafens wieder aufgeforstet werden. Auf dem etwa zwei Hektar großen Areal will die Stadt 8000 junge Bäume pflanzen, von Kirschen, Eschen, Buchen und Eichen bis zum Wildapfel.


Auch der Gysenberger Wald soll bereits in diesem Jahr aufgeforstet werden: Dort sind rund 1000 junge Eichen vorgesehen.


Mit mindestens 20 Prozent Verlust sei in der Anwuchsphase zu rechnen, so Pawlicki. Um das von vornherein zu kompensieren, sollen die Bäume ziemlich dicht gesetzt werden. Nach etwa fünf Jahren sei der Wald als Wald zu erkennen.