Stadt Herne bietet erneut eine Schule zum Kauf an

Schon Ende 2011 gab die Stadt Herne das Gebäude an der Manteuffelstraße 11 als Schule auf. Nun soll es, nachdem es jetzt komplett leer gezogen ist, verkauft werden.
Schon Ende 2011 gab die Stadt Herne das Gebäude an der Manteuffelstraße 11 als Schule auf. Nun soll es, nachdem es jetzt komplett leer gezogen ist, verkauft werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Herne bietet die ehemalige Nebenstelle des Berufskollegs an der Manteuffelstraße zum Kauf an und möchte einen Mindesterlös von 299.000 Euro erzielen.

Herne.. Zum dritten Mal bietet die Stadt Herne nun eine Schule öffentlich zum Kauf an: Nach der Königin-Luisen-Schule und der Dannekampschule nun die ehemalige Nebenstelle des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung an der Manteuffelstraße 11. Interessierte können dafür noch bis zum 28. Februar Angebote abgeben. Die Stadt möchte mit dem Verkauf mindestens 299.000 Euro erlösen und hat einen Quadratmeterpreis von 200 Euro angesetzt.

Das Hauptgebäude, einst als Evangelische Volksschule gebaut, stammt aus dem Jahr 1903, der Erweiterungsbau aus 1963; anders als die Dannekampschule und die Königin-Luisen-Schule steht die ehemalige Schule an der Manteuffel-straße aber nicht unter Denkmalschutz - was die Vermarktung erleichtern dürfte. So stellt die Stadt es frei, das Gebäude instand zu setzen oder abzureißen und neu zu bauen.

Großer Sanierungsbedarf

Die Stadt hat das Gebäude schon Ende 2011 aufgegeben und aus der Nutzung genommen: Grund war der große Sanierungsbedarf. Für die fälligen Reparaturen wurden damals 1,5 Millionen Euro veranschlagt - zu viel nach Ansicht der Schulverwaltung.

[kein Linktext vorhanden] Die betroffenen Klassen des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung zogen deshalb in Räume des gegenüberliegenden Emschertal-Berufskollegs am Westring um; diese Klassen wiederum „wanderten“ in das Gebäude der ehemaligen Freiherr-vom-Stein-Hauptschule in Wanne-Süd und damit in unmittelbare Nachbarschaft der „Hauptstelle“ des Emschertal-Berufskollegs an der Steinstraße.

Das Gebäude an der Manteuffelstraße, in dem sich auch eine Mietwohnung befindet, ist seit dem 1. März 2014 komplett frei gezogen.

Reine Wohnnutzung oder Wohnnutzung plus Gewerbe

Die Größe des Grundstücks gibt die Stadt mit 1595 Quadratmetern an; es könne darauf grundsätzlich eine Bruttogeschossfläche von 2400 Quadratmetern verwirklicht werden, heißt es in der Ausschreibung. Die Stadt wünscht sich dort unter städtebaulichen Aspekten entweder eine reine Wohnnutzung oder eine Wohnnutzung plus einer gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss in Form von Büros, Praxen, Kanzleien und ähnlichem. In ihrer Ausschreibung hebt die Stadt vor allem auch die Lage des Grundstücks an der kleinen ruhigen Straße zwischen Westring- und Bahnhofstraße hervor, die Nähe zum Bahnhof und zur Innenstadt und die gute Anbindung an das Autobahnnetz.

Hinweise auf Altlasten auf dem Grundstück gebe es keine; die Analyse einer knapp einen Meter dicken Aufschüttung habe leicht erhöhte Werte für Blei und Zink ergeben, die jedoch alle unter den zugelassenen Werten lägen. Ebenso wenig gebe es Hinweise auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Vor einer eventuellen Neubebauung müsse das Grundstück jedoch darauf untersucht werden.