Stadt bessert nach
02.08.2010 | 17:43 Uhr 2010-08-02T17:43:00+0200
Herne.Der Frust um die missverständliche Kennzeichnung der Behindertenparkplätze an der Markgrafenstraße hat vorerst ein Ende. Die Stadt hat nachgebessert.
„Auch wir sind lernfähig“, kommentiert Stadtsprecherin Silke Bender die frisch aufgebrachten Markierungen und aufgestellten Schilder. Und auch der zuständige Mitarbeiter aus dem Fachbereich Klaus Tittel räumt ein, man habe damit auch auf den Fakt reagiert, dass „eine Handvoll Verfahren vor dem Verwaltungsgericht anhängig“ seien.
Zur Erinnerung: Im Zuge der Abriss- und Bauarbeiten am alten Finanzamt waren im Juli 2009 zwei Behindertenparkplätze auf der Markgrafenstraße/Ecke Bebelstraße weggefallen. Die Verwaltung ersetzte sie durch drei (!) Plätze, die sie zwei bereits bestehenden Boxen am anderen Ende der Straße – Ecke Behrensstraße – zuschlug. Weil die alten Plätze aber durch Schilder und Markierungen auf dem Boden klar erkennbar waren, jedoch nur ein einziges Schild auf die drei neuen verwies und die entstandene „Behindertenparkzone“ zudem durch eine Privateinfahrt unterbrochen wurde, gab es große Verwirrung. Die Folge: Reichlich Knöllchen, abgeschleppte Autos und viel Frust bei den betroffenen Bürgern.
Die Stadt beharrte darauf, die Lösung sei zwar wegen der Bauarbeiten nur „temporär“, die Kennzeichnung aber „eindeutig“. Viele Autofahrer fühlten sich jedoch in eine „Falle“ gelockt, vermuteten, die Stadt wolle über die verhängten Bußgelder die Stadtkasse aufbessern. Die WAZ berichtete ausführlich. Das war im Dezember 2009.
Und jetzt, mehr als ein halbes Jahr später, hat sich tatsächlich etwas bewegt: Aus den drei zusätzlichen Behindertenparkplätzen wurden zunächst wieder zwei. Beide neuen Parkplätze für Gehbehinderte sind jetzt sowohl mit weißen Bodenmarkierungen als auch jeweils mit einem eigenen Hinweisschild versehen. Die neue, nun wirklich „tausendprozentige Lösung“, erklärt Klaus Tittel von der städtischen Verkehrslenkung so: „Wir wollten damit auch zeigen, dass wir keine Paragrafenreiter sind, sondern die Leute verstehen. Und hoffen, dass die ewigen Diskussionen jetzt ein Ende haben.“ Dennoch weist Tittel noch einmal darauf hin, dass nach der Straßenverkehrsordnung allein die Beschilderung maßgeblich, die zusätzliche Markierung auf dem Boden freiwillig sei.
Im Übrigen, erklärt Stadtsprecherin Silke Bender, seien die vier Plätze an der Ecke Behrensstraße nun „für die Ewigkeit“: Sie werden auch nach Abschluss der Bauarbeiten am Finanzamt so bestehen bleiben wie sie jetzt sind, zusammen mit dem Behindertenparkplatz vor der Arge und einem weiteren, bislang noch nicht installierten Stellplatz direkt vor dem neuen Finanzamt.
06:19
Die Fahrradfahrerin entgegen der Einbahnstrasse ist auch typisch für diese Strasse.
1Mon. Fahrverbot 3 Punkte?
Na super und was ist mit denen die dort abgeschleppt wurden und gezahlt haben?
Ich habe selbst eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes nach abstellen meines Fahrzeugs darauf hingewiesen das die Beschilderung falsch sei, mir wurde gesagt, das ich meinen Wagen entfernen soll oder es wird abgeschleppt.
1 Jahr Reaktionszeit Top
Die Parplätze rund um die City sollten kostenlos sein und die Parkhäuser dürften nur max. 0,50,-Euro kosten dann hätte Herne eine kleine Chance am Wettbewerb zu anderen Städten.
21:53
Die Tiefgarage von Edeka ist ne gute Alternative...
09:25
#4:
Ein wenig hat es bei mir aber auch mit der Parkplatzsituation zu tun:
selbst für Kleinigkeiten, wenn ich schlichte Sachen suche, mag ich nicht einmal in die Herner Einkaufsmeile fahren.
Bebelstrasse bis auf die Ecke Freiligrathstr. oft auch im Sommer alles belegt.
Schäferstr./Schulstr. oft alles belegt.
Glockenstr. oft alles belegt.
Bahnhof oder Breddestrasse: ich will mein Geld ja behalten und nicht unfreiwillig abgeben!
Da hat man keine Lust, einmal den Boulevard herunter und wieder hinauf zu laufen, nur weil die wenigen tragbaren Geschäfte komplett verstreut sind.
Dann lieber zum Ruhrpark oder Centro. Und selbst Hannibal-Center bietet mehr!
Wer noch Jung&Unverbraucht ist und nicht durch Wehwehchen eingeschränkt, der greift zur Auswahl und qualitativ hochwertigen Angeboten.
08:10
#4 - Also, dass ich nicht in Herne oder Wanne-Eickel shoppen gehe, hat aber nun mal gar nix mit der Parkplatzsituation zu tun - sondern schlicht und ergreifend mit dem Warenangebot!!!
21:02
Zum einen wieder mal ein sehr aussagekräftiges Foto der WAZ-Redaktion, ob man sich da mal nicht verausgabt hat?
Außerdem: Ich finde es nicht zumutbar, dass es überall Behindertenparkplätze im Überfluss gibt, wann kommt es denn mal vor, dass drei (!!!!) Behinderte mit Ausweis (also Berechtigung) dort parken? Dann noch Parkplätze für Frauen, für Familien mit Blagen, da darf man froh sein, wenn man sein Vehikel überhaupt irgendwo parken darf. Nee, dann doch lieber die Herner Händler mit Freude verhungern lassen und ins Centro düsen. Kostenlosen Parkplatz aussuchen, losbummeln und genießen. Sollen die Behinderten doch den Herner Handel aufrecht erhalten.
20:12
Wenn da Verfahren anhängig sind und das Problem ja schon lt. WAZ seit Dezember 2009 bekannt ist, kann man nur sagen hier hat jemand sehr lange geschlafen. Mit ein bischen Farbe auf der Fahrbahn wären alle Ungereimtheiten schon seit einem 3/4 Jahr behoben gewesen. Aber das ist Stadt...
10:27
Noch schlimmer ist es, wenn nichtbehinderte Angehörige den Parkausweis des Betroffenen widerrechtlich für sich nutzen.
09:47
Für manche Zeitgenossen ist selbst der dickste Hinweis darauf, das es sich um einen Behindertenparkplatz handelt, absolut uninteressant. Egal, ob vor dem Supermarkt, einem Krankenhaus oder Pflegeheim - sie stellen sich dorthin, wo eben Platz ist .. und wenn es eben ein Behindertenparkpltz ist. In diesen Fällen kann das Bußgeld (für tätige Faulheit) gar nicht hoch genug sein!!!