Klare Entscheidung in...
St. Laurentius wird Sitz der neuen Großpfarrei
11.12.2009 | 15:19 Uhr 2009-12-11T15:19:00+0100
Nicht St. Marien, nicht St. Josef, sondern St. Laurentius an der Karlstraße/Hauptstraße wird Sitz der künftigen Großpfarrei in Wanne-Eickel.
Diese überraschende Wendung nahm am Donnerstagabend das Krisengespräch des Dekanatsteams mit Vertretern der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der neun katholischen Gemeinden in Wanne-Eickel.
St. Laurentius sei, so Dechant Heribert Zerkowski, eher unerwartet ins Spiel gekommen, als noch einmal die Voraussetzungen erörtert wurden, die der Sitz der Großpfarrei erfüllen muss: dazu gehörten die lokale Lage, die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr, die Ausstattung mit Büros und Gemeinderäumen und eine langfristig erwartete stabile Mitgliederentwicklung. All das erfülle die Gemeinde im Wanner-Norden. Das Abstimmungsergebnis sei dann nach zweistündiger Diskussion klar und eindeutig ausgefallen.
„Ich bin froh”, so Zerkowski, „dass an dem Gespräch wirklich Vertreter aller neun Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte teilgenommen haben und wir uns für die Abwägung des Für und Wider viel Zeit nehmen konnten.” Es sei eine „ausführliche und faire Geschichte” gewesen und am Ende habe jeder sagen können: „Da stehen wir alle dahinter.” Ein Anliegen sei es ihm auch gewesen, den Gremien deutlich zu machen, dass sie die Entscheidungen treffen, nicht das Dekanatsteam, das St. Marien als Sitz der Großpfarrei favorisiert hatte. Bereits gestern Morgen hat das Emschertaldekanat nach Paderborn gemeldet, dass der Sitz des neuen seelsorgerischen Raums Wanne-Eicekl die Gemeinde St. Laurentius sein wird und so soll es nun auch veröffentlicht werden.
Die ganze Prozedur war wegen der Umstrukturierungen in der Erzdiözese Paderborn erforderlich geworden, die aus verschiedenen Gründen die Zahl der Pfarrverbünde in nächsten Jahren halbieren will. Im Emschertaldekanat schließen sich deshalb Wanne-Eickel und Herne zu je einer Großpfarrei zusammen, in Castrop-Rauxel wird es zwei Großpfarreien geben. Spätestens bis 2017 soll die neue Struktur umgesetzt werden. Ein früherer Zeitpunkt wäre dem Dekanatsteam aber nicht unlieb.
10:14
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07:27
Denkst du schon oder glaubst du noch?
06:54
Wenn gute Erreichbarkeit der Grund wäre, müsste es St. Josef mit der Löwenkirche sein. Das ist die einzige mit dem ÖPNV und jetzt, nach Fertigstellung der Hauptstraße auch mit dem Privatwagen gut erreichbare Kirche, wo sogar im Umfeld noch ausreichend Parkraum zur Verfügung steht.
Da spielen wohl eher andere Gründe eine Rolle... aber über die wird natürlich nicht berichtet. Da schweigen sich die Pfarrer und auch die Gemeinderäte und Kirchenvorstände lieber aus.
Egal, wo solche Fusionen bisher stattgefunden haben, und zwar unabhängig von der Konfession, wurde für die Gemeindemitglieder nichts besser. Ganz im Gegenteil: Viele Dienste gingen verloren. Die Kirchen füllen solche Fusionen jedenfalls nicht.