Sprachkurse für Herner Flüchtlinge

Die AWO bietet in Kooperation mit der Fortbildungsakademie Mont Cenis Sprachkurse für Flüchtlinge im Rahmen des Willkommensbündnisses für Flüchtlinge in Herne an.
Die AWO bietet in Kooperation mit der Fortbildungsakademie Mont Cenis Sprachkurse für Flüchtlinge im Rahmen des Willkommensbündnisses für Flüchtlinge in Herne an.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Was wir bereits wissen
Kooperationsprojekt von AWO und Akademie Mont Cenis. Sprachkenntnisse gelten als Voraussetzung dafür, sich in einem fremden Land zurecht zu finden.

Herne..  Um sich in einem fremden Land zurecht zu finden, ist die Sprachkenntnis grundlegende Voraussetzung. Im Rahmen des Willkommensbündnisses für Flüchtlinge hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) daher in Kooperation mit der Akademie Mont-Cenis nun einen Sprachkurs für Flüchtlinge initiiert, dessen Auftakt am Montag in der Akademie stattfand. Die Sprachkurse ergänzen bereits bestehende Angebote. So bietet die AWO Sprachkurse seit einigen Jahren an. Seit Monaten gibt es für diese aufgrund der hohen Nachfrage eine Warteliste. Auch die Akademie Mont-Cenis erkannte den Bedarf. „Wir hatten Räumlichkeiten und auch einen Dozenten, nur keine Schüler“, erklärt Martin Wirsdörfer, der bei der Akademie unter anderem für didaktische Aufgaben zuständig ist. Daher wandte sich die Akademie an die AWO. „Ohne Sprachkenntnisse sind die Menschen hier verloren“, weiß Bashkim Osmanaj, Flüchtlingsberater bei der AWO. Vor 20 Jahren kam er selbst als Flüchtling aus dem Kosovo nach Deutschland und spricht heute sechs Sprachen.

„Nicht jeder hier bei uns spricht Englisch und vor allem nicht Ihre Sprache“, sagt Detlef von Schmeling, Leiter der Akademie Mont Cenis, bei der Begrüßung zu den rund 30 Flüchtlingen. Auch AWO-Geschäftsführer Ernst Steinbach ist gekommen, um sich ein Bild von der Praxis zu machen. „Ich hoffe, dass Sie schnell so viel Deutsch lernen, dass Sie sich bei uns gut zurecht finden“, sagt er zu den Menschen, die aus Ländern wie Syrien, Albanien oder Russland gekommen sind. Da die Gruppe für sinnvolles Lernen zu groß ist, werden die rund 30 Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt, abhängig von der bisherigen Aufenthaltsdauer und den Deutsch-Vorkenntnissen. Täglich sollen sie nun abwechselnd in Räumlichkeiten der AWO und der Akademie die deutsche Sprache lernen.