Sport und Spaß trotz Regen in Herne

Beim Tischtennis in der Eissporthalle Gysenberg hatten die Kinder trotz des Regens viel Spaß.
Beim Tischtennis in der Eissporthalle Gysenberg hatten die Kinder trotz des Regens viel Spaß.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Schulsporttag im Gysenbergpark fiel am Montag trotz des schlechten Wetters nicht ins Wasser. Stattdessen tummelten sich rund 1000 Kinder in der Eis- und Sporthalle.

Herne..  Aus den Lautsprecherboxen der Eissporthalle im Gysenbergpark tönen Popsongs. Untermalt wird die Musik von Anfeuerungsrufen und Kinderlachen. Was sonst die Eisfläche ist, war am Montag Fußballplatz, Tischtennisarena, Skatefläche und Frisbee-Übungsplatz zugleich. Trotz kurzfristiger Planänderungen aufgrund des Regens war der Schulsporttag im Gysenbergpark ein großer Erfolg.

„Das hier ist die abgespeckte Variante“, erklärt Volker Gößling, Berater im Schulsport. Die Angebote im Tennis, Turmklettern und Beachvolleyball mussten leider ausfallen. Die übrigen Workshops und Turniere in verschiedenen altbekannten und Trendsportarten wurden kurzerhand nach innen verlegt. „Die Kinder haben trotzdem ihren Spaß“, so Gößling.

Viele Schulklassen der ursprünglich rund 2000 angemeldeten Kinder hätten allerdings abgesagt, weil sie dem Wetter nicht trauten. „Trotzdem sind über 1000 Kinder da“, zog er dennoch eine positive Bilanz. Angesichts der begrenzten Räumlichkeiten im Gegensatz zur großen Wiese im Park sei das gar nicht so schlimm.

Sportliche Herausforderungen

So tummelten sich die Viert- bis Zwölftklässler zwischen Eissporthalle und Turnhalle, trugen Ballsportturniere aus und probierten sich in neuen Disziplinen. „Ich lerne gerade, Waveboard zu fahren“, berichtete Emily (13). Ganz schön knifflig, auf dem wackelnden Untersatz die Balance zu halten und voranzukommen.

Ihr Schulkamerad David (12), blieb derweil den klassischen Sportarten treu: Tischtennis, Fußball und Fangen spielen auf der Tribüne. „Hier kann man total viele tolle Sachen machen“, lobte er die Veranstaltung. Sie sei eine „schöne Abwechslung“ zum Schulalltag. „Genau das soll der Schulsporttag auch sein“, so Gößling: „Ein schöner Tag, den die Kinder traditionell am letzten Montag vor den Zeugnissen mit Spiel und Sport verbringen anstatt die Zeit bis zu den Sommerferien abzusitzen.“

Organisatorisches Talent

Besonders stolz ist der Organisator darauf, dass „die Lehrer nur den Rahmen stellen“. Die meiste Arbeit übernahmen insgesamt 60 Sporthelfer, Schüler im Alter von 13 bis 20 Jahren. Sie haben nach der Schule eine Art Miniübungsleiterschein erworben und begleiten ehrenamtlich die Materialausgabe, leiten kurze Sporteinheiten und pfeifen Turniere. „Ich mag es, meine Mitschüler auf diese Weise zu unterstützen“, beschreibt Sefa, Schüler des Sport-Leistungskurses der Mont-Cenis-Gesamtschule seine Motivation. Spaß habe der 20-Jährige dabei auch. So waren schließlich alle zufrieden - trotz Regen.