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Spielplatz für die Kultur

19.08.2008 | 19:17 Uhr

Unter der Abdeckplane sind die Arbeiten zur Renovierung der alten Maschinenhalle angelaufen.Damit wird die Künstlerzeche Unser Fritz in direkter Nachbarschaft ein zweites Standbein erhalten

Mit schwerem Gerät wird zurzeit das Mauerwerk der alten Maschinenhalle saniert. Foto: WAZ, Ilias Abawi

Große Planen versperren zurzeit den Blick auf die Maschinenhalle neben der Künstlerzeche Unser Fritz. Hinter dem Sichtschutz wird kräftig gearbeitet, um aus der Bergbauruine einen Spielplatz für die Kultur zu machen.

"Die Arbeiten müssen bis zum Ende des Jahres fertiggestellt sein", erläutert Horst Tschöke, Chef des städtischen Gebäudemanagements, den Zeitplan. Und er ist zuversichtlich, dass dieser Zeitplan auch eingehalten wird. Nach den Rodungsarbeiten und dem Entfernen von Fördermaschine, Führerstand und Seilscheibe stehen jetzt die eigentlichen Sanierungsarbeiten an. So sind zum Beispiel neue Entwässerungsleitungen gelegt worden. Ein spezieller Nässeschutz sorgt dafür, dass aufsteigende Feuchtigkeit vom Mauerwerk abgehalten wird. Die zerstörten und beschädigten Fenster wurden durch neue ersetzt, ein Treppengeländer wieder eingebaut.

Für die Instandsetzung der Maschinenhalle veranschlagt das Gebäudemanagement eine Summe von rund 700 000 Euro. Darin enthalten sind jetzt auch die Kosten für den barrierefereien Zugang, der bei den ursprünglichen Planungen noch nicht vorgesehen war. Die Investition wird gefördert mit finanziellen Mitteln, die aus Stadterneuerungsprogrammen sowie von Land und EU kommen.

Nach dem Umbau steht im nächsten Jahr die Übergabe der Maschinenhalle an den Förderverein Künstlerzeche Unser Fritz an. Der Verein kann dann das Gebäude mietfrei nutzen, geht damit aber die Verpflichtung ein, die laufenden Betriebs- und Folgekosten zu übernehmen. Wie berichtet, will die Atelier-Zeche als öffentliche Begegnungsstätte mit der Maschinenhalle ihr künstlerisches Konzept erweitern. So sollen dort zum Beispiel die Sparten Tanz und Theater eine neue Heimat finden. Parallel zu den Arbeiten in der Maschinenhalle laufen Planungen für einen so genannten Spielwald. So soll das Wäldchen zwischen Zeche, Dorstener Straße und Kanal umgestaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Kindern und Jugendlichen soll dort die Möglichkeit zum Spielen geboten werden, Erwachsene sind zum Stadtteil-Spaziergang eingeladen.

Von Wolfgang Laufs

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