Spaß beim mittelalterlichen Spektakel in Herne

Mittelalterliches Spektakel: Die Nachwuchs-Gaukler springen durch geheimnisvolle, brennende Reifen. Dass diese brennen, können nur Kinder sehen.Foto:Klaus Pollkläsener
Mittelalterliches Spektakel: Die Nachwuchs-Gaukler springen durch geheimnisvolle, brennende Reifen. Dass diese brennen, können nur Kinder sehen.Foto:Klaus Pollkläsener
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Was wir bereits wissen
Am letzten Tag der zweiten Ferienwoche ging es im Spielezentrum hoch her - rund 30 Kindergestalteten einen Jahrmarkt mit Gauklern.

Herne..  Tänze zu mystischen Klängen, Gaukler mit Diabolos auf einer kleinen Bühne, eine offene Feuerstelle mit Brotknödelsuppe, Kramerstände - beim großen Mittelaltermarkt auf dem Gelände des Spielezentrums herrschte geschäftiges Treiben. Dies war das Ergebnis einer spannenden Ferienaktion des Herner Spielezentrums.

Unter dem Motto „Das Mittelalter erleben - Leben auf dem Land und in der Stadt“ beschäftigten sich 30 Kinder mit den damaligen Gewohnheiten der Menschen. So startete die Projektwoche zunächst mit einer Rallye. An vier verschiedenen Stationen gab es Auskünfte zum Thema. Dabei lernten die Kinder eine Menge neuer Dinge. Was ist ein Lehnsherr und warum macht Stadtluft frei von der Bezahlung des „Zehnten“? Wie sah das einfache Leben auf dem Land aus? Wie lebten Kinder im Mittelalter? Welche Sprachen und Namen waren typisch?

Ausflug ins Freiluftmuseum Hagen

Ganz praktisch ging es am zweiten Tag während eines Ausflugs ins Freilichtmuseum Hagen weiter. Dort übten sich die kleinen Besucher in alten Handwerkstechniken wie Papier schöpfen, Seile schlagen oder Nägel schmieden. „Es macht richtig Spaß und wir können unseren Ideen freien Lauf lassen“, berichtet die zehnjährige Johanna. Sie nimmt zum ersten Mal am Ferienprogramm teil, auch Charlotte ist begeistert. „Ich war schon öfters hier, es wird nie langweilig“, erklärt sie. Gemeinsam mit fünf weiteren Mädchen präsentierten sie einen typischen Reigentanz.

„Alle haben hier ganz toll mitgemacht, das Ferienangebot ist bei den Teilnehmern sehr beliebt“, erklärt Projektleiterin Susanne Klaus. 13 Mitarbeiter unterstützen die Pädagogin bei der Sommeraktion. Mit von der Partie sind auch ehemalige Teilnehmer. Tamara Swatlak und Tom Mokler arbeiten ehrenamtlich, dies ist für die Beiden selbstverständlich. „Wir sind immer sehr gerne hier gewesen, daher ist es echt cool, jetzt als Helfer dabei zu sein.“ Auch zwei Praktikanten und sechs Unterstützungskräfte helfen an den Ständen - etwa beim Paradieshüpfen „Himmel und Hölle“, Ringe werfen oder Apfelscheiben schnappen.

Die Kinder erhielten fünf Münzen Taschengeld. Dabei galt es, die Taler gut einzuteilen für Bratäpfel oder mittelalterliche Waffeln, zu verlockend waren all die Angebote und Aktionen.

Am Ende des Tages saßen alle glücklich und zufrieden beim Puppentheater. Nächste Woche geht es mit einem neuen Thema weiter: Dann lernen die Kleinen bekannte Sagen und Mythen aus dem Mittelalter kennen.