Spaß am Experimentieren
19.02.2010 | 20:02 Uhr 2010-02-19T20:02:00+0100
Herne. Die Werkschau von Christa Jakubat, Doris Krämer, Manfred Meimberg und W.H. Zehrt im Innovationszentrum am Westring läuft bis zum 22. April
Der Spaß am Experimentieren mit ganz verschiedenen künstlerischen Mitteln hat die vier Herner Künstler Christa Jakubat, Doris Krämer, Manfred Meimberg und W. H. Zehrt zusammengeführt. Die Ergebnisse aus ihrem „Kunstlabor”, so der Titel der Ausstellung, sind ab Sonntag 15 Uhr in der WFG-Galerie im Innovations- und Gründerzentrum Herne am Westring 303 zu sehen.
„Die Ausstellung hat für uns etwas Vorläufiges”, erklärt W. H. Zehrt. „Sie zeigt neben fertigen Sachen, auch ganz bewusst Experimente.”
Christa Jakubat zeigt eine Serie von Arbeiten, bei der sie von Fassaden von alten Häusern angeregt wurde. Mit großen Zeichnungen und Collagen, in die Reste von alten Bildern mit einfließen, geht sie auf Spurensuche nach längst vergangenen Architekturformen. In ihren kleinen collagehaften Bildern verflüchtigen sich die gefundenen Motive immer mehr.
Doris Krämer setzt ganz auf die Wirkung der Farbe. In ihren oft mehrteiligen Arbeiten treffen sich expressive, gestische Formen mit spontan aufgetragenen Farbspuren. Gegenständliches oder zumindest Fragmente davon tauchen hingegen in ihren kleineren Bildern auf. Hier kombiniert sie Drucktechniken mit collageartig eingebrachten Bildformen.
Manfred Meimberg hat sich durch Bilder anderer Künstler zu eigenen anregen lassen. „Mich interessiert in erster Linie der Umgang mit dem künstlerischen Material”, sagt er selbst. Manfred Meimberg kopiert die Arbeiten seiner Vorbilder nicht, sondern versucht, deren Lösungen malerischer Probleme auf die Spur zu kommen.
W. H. Zehrt zeigt eine Reihe von Arbeiten, bei denen er sich durch Buchstaben hat anregen lassen: Typ Art. Der gelernte Schriftsetzer und Grafiker setzt vorgefundene Buchstabenschablonen zu freien Bildformen zusammen und kontrastiert die grafischen Elemente mit stark gestisch aufgetragener Druckfarbe. In anderen Arbeiten schafft er aus hölzernen Buchstaben ganze Bildreliefs.
Schaut man sich die Ausstellung an, merkt man den Arbeiten gleich die Freude am künstlerischen Experiment an. Da ist nicht immer alles gleich große Kunst, aber es macht einfach Freude, den sehr unterschiedlichen Umgang der vier Künstler mit den Materialien zu bestaunen.
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