Spätzken & Wonneproppen
23.02.2009 | 19:27 Uhr 2009-02-23T19:27:04+0100Nach Angaben der Polizei säumten etwa 20 000 Besucher die Strecke. Zugleitung: "Fast alles lief problemlos, nur eine Batterie versagte."Parade vor der Ehrentribüne auf dem Robert-Brauner-Platz. ...
... Dort hieß es auch einmal lauthals "Wanne-Eickel helau" Sie waren alle dabei: Die "Wanner Spätzken" oder Josef I. & Helga I., das Prinzenpaar des Seniorenclubs Frohsinn. Oder die leckeren "Wonneproppen" der 1. Herner Karnevalsgesellschaft. Oder die Cheerleader aus Lavesum. Oder Hernes bekannteste Großfamilie, die Pollaceks. Oder, oder, oder.
Sie alle hatten sich in den Rosenmontagszug eingereiht, den nach Angaben der Polizei etwa 20 000 Zuschauer verfolgten. Sie säumten die Straßen zwischen Kurt Edelhagen und Friedrich Ebert - also den Plätzen in Sodingen und Herne-Mitte - und setzten mit ihren bunten Kostümen Farbtupfer in den tristen Regentag.
Ebenso wie die 39 Fuß- und Musikgruppen oder Motivwagen, die sich pünktlich um 12 Uhr in Bewegung gesetzt hatten. Angeführt von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer, natürlich in seiner Emma, ging es nach Angaben der Zugleitung "fast völlig problemlos" in Richtung Innenstadt. Fast, denn in einem Schätzchen aus dem Opel-Museum musste mitten im Zug die Batterie gewechselt werden. Eine kleine Episode, die den Lindwurm nur kurz zum Stocken brachte.
Um 13.48 Uhr bog er auf den Robert-Brauner-Platz ein, wo HeKaGe-Präsident Klaus Mahne, der von der Ehrentribüne aus den Zug moderierte, für jeden Mottowagen, für jede Fuß- und Musikgruppe einen Spruch parat hatte. Da hieß es dann auch einmal "Wanne-Eickel helau", als Good-Vibration-Sänger Horst Schröder mit den Jugendkickern des DSC vorbeiparadierte, oder ein "Ihr seid die wahren Bonbons der HeKaGe", als die "Wonneproppen" an der Bühne vorbeifuhren. Auf der Tribüne schunkelten auch die Ehrengäste der HeKaGe mit, an der Spitze der bis Aschermittwoch "entmachtete" Oberbürgermeister Horst Schiereck. Der hatte übrigens keine Narrenkappe auf, im Gegensatz zu den weiteren Ehrensenatoren Wolfgang Becker oder Heinz Huschenbeth. "Damit sie nicht nass wird", so Schierecks Erklärung, der allerdings nicht ganz ohne Verkleidung dem Zug zusah: Er setzte sich zeitweise die rote Nase der Klinikclowns vom Circus Schnick-Schnack auf.
Nach einer guten halben Stunde war alles vorbei. Zahlreiche Närrinnen und Narren zogen zum Rathausplatz weiter, wo bis 17 Uhr Karnevalsmusik dröhnte, andere suchten sich einen trockenen Platz in den überfüllten Kneipen.
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