Sommerakademie zeigt Aquarelle mit Natur und Architektur

Ausstellungseröffnung „Geheimtipp Herne“ in der Brennerei Eicker & Callen im Heitkampsfeld.
Ausstellungseröffnung „Geheimtipp Herne“ in der Brennerei Eicker & Callen im Heitkampsfeld.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die 15 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer des Volkshochschulkurses von Beate Matkey stellen bei Eicker & Callen in Wanne-Süd ihre Arbeiten aus.

Herne..  Das Wetter hatte es nicht gut gemeint mit ihnen in diesem Jahr. Immer wieder mussten die Teilnehmerinnen der Sommerakademie der Wanne-Eickeler Volkshochschule in festen Jacken zu ihren „Geheimtipps“ aufbrechen, wie die Fotos von den künstlerischen Exkursionen belegen. Am Dienstag wurden sie entschädigt. Zur Eröffnung ihrer Ausstellung mit Bier und Bratwurst im Hof der Traditionsbrennerei Eicker & Callen wärmte die Abendsonne die Künstlerinnen und die zahlreich erschienene Gäste.

Zum 15. Mal seien die „Sommerakademikerinnen“ schon zu Gast, stellte Kursleiterin Beate Matkey selbst fast erstaunt in ihrer Begrüßung fest. Sie hatte seit Mitte Mai ihre 15 Frauen und einen Mann bei den Ausflügen begleitet. Die Ziele hatte die Gruppe vorher gemeinsam festgelegt. Besondere Orte in Herne und Wanne-Eickel sollten es sein, an denen entweder die Natur oder die Architektur zur künstlerischen Auseinandersetzung anregten: das Naturschutzgebiet Vossnacken war ebenso Ziel der Gruppe wie die Mozartstraße mit ihren Jugendstilfassaden, die Eickeler Vinothek oder die Elsässer Stuben, an denen bauliche Details reizten. Oft trafen sich auch Natur und Zivilisation wie am Kaiser-Wilhelm-Turm, im Behrenspark mit seinen alten Grabstätten oder in Teutoburgia, wo eine Protegohaube an die Bergbauzeiten erinnert.

Was jede einzelne Künstlerin an den „Lieblingsplätzen“ gesehen hatte, ließ sich im Inneren der Brennerei nachvollziehen, wo je zwei Aquarell-Arbeiten jeder Teilnehmerin ausgestellt waren. Wie unterschiedlich sie ihre Motive wahrgenommen und malerisch umgesetzt haben, war besonders an den vielfach gewählten Birken erkennbar. Die Hängung hatten übrigens erstmals die Teilnehmerinnen selbst übernommen, was ihnen ein großes Lob der Dozentin und je eine Rose einbrachte. Je eine „Pott“-Schürze schenkte Beate Matkey dem Ehepaar Callen und dem Filmteam, das das Projekt begleitete.

Für Beate Matkey ist die im Jahr 2000 im Emscherbruch gestartete Sommerakademie immer wieder ein Highlight und sie weiß, dass sich ihre Teilnehmerinnen jedes Jahr darauf freuen. Die meisten stammen aus ihren VHS-Kursen und sind seit Jahren dabei. Kurssprecherin Andrea Hartwig etwa - die übrigens den Behrensplatz als Lieblingsort vorschlug, aber auch den Eingangsbereich der Vinothek ganz toll findet - macht seit 14 Jahren mit. „Die Zeit zwischen den Semestern wurde uns zu lang“, erklärt sie die Entstehung der Sommerakademie.

Beate Matkey beschränkt sich übrigens bei den Exkursionen darauf, die Künstlerinnen zu beraten. „Ich schlage für jeden Ort drei Motive vor“, erklärt sie. Mal sind es Gesamtansichten, mal Ausschnitte. „So entstehen tolle Varianten.“ Drei Stunden dauert ein Ausflug und er endet mit einer Bilderbesprechung. Was draußen in der Natur nicht vollendet wurde, kann zu Hause fertiggestellt werden. Gearbeitet wird mit Aquarellfarben, zum Teil ergänzt durch Kreide oder Tusche. Die Techniken bereitet Beate Matkey, selbst in der Künstlerzeche aktiv, in den Kursen oft schon vor. „Dadurch gelingen die Bilder.“

Teilgenommen haben in diesem Sommer Edith Albers, Stephanie Albers, Gabi Bollmann, Cordula Büch, Maren Bredfeld-Thol, Andrea Hartwig, Edith Koch, Gudrun Radzanowski, Angelika Fischer, Anette Brodtrück, Maria Partmann, Brigitte Lau, Astrid Winter, Brigitte Wrobel, Mechthild Block und Dietmar Zywek.

Themen in den letzten Jahren waren u.a. die Erzbahntrasse, der Kanal und die Fußball WM.