Sommerakademie der VHS Herne ist Geheimtipps auf der Spur

Bei der Sommerakademie: Gabi Bollmann (links) und Edith Koch erarbeiten die Fassade der Vinothek.
Bei der Sommerakademie: Gabi Bollmann (links) und Edith Koch erarbeiten die Fassade der Vinothek.
Foto: Michael Korte
Die Künstlerin Beate Matkey sucht mit ihrem Kurs sieben verschiedene Orte in Herne auf, die die Gruppe selbst ausgewählt hat.

Herne..  Seit Jahren erkunden die Teilnehmer der VHS-Sommerakademie unsere Stadt und deren unmittelbare Umgebung, um vor Ort zu zeichnen und zu malen. Dieses Mal begeben sie sich auf die Suche nach Herner Geheimtipps. „In diesem Jahr gab es etwas Neues“, erzählt Dozentin Beate Matkey. „Wir haben uns erst einmal getroffen und über die Orte diskutiert und abgestimmt.“ Jeder konnte seine Geheimtipps vorstellen. Herausgekommen sind sieben Orte, an denen sich die 15 Teilnehmer treffen. Vor Ort wollen sie mit Skizzenblock und Aquarellfarben ihrem Geheimnis näher kommen.

Zum Auftakt trafen sie sich jetzt vor der „Eickeler Vinothek“. Das 1904 errichtete Gebäude ist eines der gut erhaltenen Beispiele für die Architektur der Zeit. „Erst einmal ein Glas Wein“, ist von irgendwo zu hören. Aber Beate Matkey bleibt streng. „Holt endlich eure Sachen raus. Und los geht’s!“ Der Umgangston ist locker, viele der Teilnehmer kennen sich seit Jahren, aber immer wieder stoßen auch Neue dazu: „Unser Quotenmann ist heute nicht da!“

Beate Matkey erläutert die Perspektive. „Achtet mal auf die Schrägen!“ Sie weist auf die Details an den Säulen hin, die den Eingang rahmen. Einige interessieren die Spiegelungen in den Fenstern, die spannende Mischung zwischen Durchblick und Reflexion. Andere erkunden die Innenräume, auch hier finden sie spannende Perspektiven oder interessante Details.

Immer ein Blick nach oben auf die vorbeiziehenden Wolken, beginnen die Teilnehmer die ersten Striche auf das Papier zu setzen. Das Wetter spielt an diesem Abend mit. Die Sonne strahlt und lässt die Details der Architektur in einem ganz besonderen Licht erscheinen.

In den nächsten Wochen geht es noch zum Bismarckturm, in die Siedlung Teutoburgia, zum Vossnacken, zur Mozartstraße und zu den Elsässer Stuben.

Die Ergebnisse dieser Exkursionen werden - wie jedes Jahr - am 30. Juni in den Räumen der Brennerei Eicken & Cullen ausgestellt. In diesem Jahr wartet noch eine ganz besondere Überraschung auf die Teilnehmer und die Besucher der Ausstellung: Das „Filmteam Wanne“ begleitet die Entstehung der Bilder vor Ort. Ein kleiner Dokumentarfilm entsteht und wird zur Ausstellung zu sehen sein.