Schwitzen für den Adventsmarkt
03.08.2010 | 14:04 Uhr 2010-08-03T14:04:00+0200
Herne.Bei den Mitarbeitern der Werkstätten für Behinderte (WfB) steckt der Winter schon in den Köpfen: Sie sägen, schleifen und zimmern jetzt, um rechtzeitig ihre Hütten für den Adventsmarkt 2010 fertig zu stellen.
Die lange Vorbereitungszeit hat ihren Grund: „Unser Adventsmarkt soll in diesem Jahr eine ganz große Hausnummer werden“, hofft Holger Wulf, Sozialarbeiter der WfB, der die organisatorischen Fäden des neuen Konzepts in seinen Händen hält. Zwei Pflöcke haben die Werkstätten dafür schon umgesetzt: Der Markt findet erstmals seit über 35 Jahren nicht auf dem Gelände an der Langforthstraße in Elpeshof, sondern rund um die WfB-Gärtnerei an der Nordstraße in Horsthausen statt. Und der traditionelle Termin am Samstag vor dem ersten Advent wurde um eine Woche auf den 20. November (10 bis 21 Uhr) vorgezogen. Weitere Eckpunkte des neuen Konzepts: die einheitlichen, schmucken Markthütten sowie das Einbeziehen der kompletten WfB-„Familie“ in die handwerkliche Vorbereitung und organisatorische Planung.
„Alles aus einer Hand“ – so bereiten die Werkstätten den Markt bereits seit Ende 2009 vor. Seitdem trifft sich alle vier bis sechs Wochen eine Arbeitsgruppe, um alles bis ins letzte kleinste Detail zu planen. „Gerade dieses Gemeinschaftsgefühl, das wir hier vor Ort alles selber machen, ist den Menschen mit Behinderungen sehr wichtig“, erklärt Thomas Langenbrink-Ochtrop, Gruppenleiter im Berufsbildungs-Bereich. Gemeinsam heißt in der Vorbereitung: In der Schreinerei wird gesägt, geschliffen und gehobelt, die Elektromontage packt mit an, ebenso die Floristen. Zehn der Holzhütten stehen bereits, vier Meter lang, 2,20 Meter tief, mit zwei Verkaufsladen und Möglichkeiten für elektrische Anschlüsse.
Das große Ganze
„Gerade bei diesen Hütten sehen unsere Mitarbeiter, wie aus vielen Einzelteilen ein Ganzes entsteht“, führt Langenbrink-Ochtrop einen weiteren Aspekt der Arbeit an. Die massiven Hütten sollen für den Adventsmarkt an Unternehmen, Vereine oder Verbände verpachtet werden, die mit der WfB zusammenarbeiten. Interessenten können sich melden, sagt Wulf.
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