Schulmuseum in Wanne-Eickel ist wohl vom Tisch

Blick ins historische Klassenzimmer des Schulmuseums. Bochum sucht nun einen neuen Standort für die Einrichtung.
Blick ins historische Klassenzimmer des Schulmuseums. Bochum sucht nun einen neuen Standort für die Einrichtung.
Foto: WAZ
Die Stadt Bochum schlägt eine Teil-Verlegung des Bochumer Schulmuseums nach Wanne-Eickel vor. Der Kulturausschusses der Nachbarstadt ist dagegen.

Bochum/Herne..  Die Schulverwaltung der Stadt Bochum hat eine Teil-Verlegung des Bochumer Schulmuseums nach Wanne-Eickel vorgeschlagen. Dem erteilte der Bochumer Kulturausschuss am Mittwochabend eine Absage: Das Bochumer Schulmuseum soll in Bochum bleiben, und es soll auch nicht auf verschiedene Standorte aufgesplittet werden. „Wir wollen das Museum hier erhalten, und zwar als Ensemble“, betonte der Bochumer Ausschuss-Vorsitzende Dieter Fleskes (SPD).

Das Schulmuseum zählte zuletzt 7000 Besucher im Jahr und befindet sich (noch) in der Riemker Cruismannschule, allerdings ist es seit Sommer letzten Jahres geschlossen. Neue Brandschutzrichtlinien hatten die Einstellung des Besucherbetriebs erzwungen. Besonders bitter, auch aus Sicht der Politiker: Das Museum besteht seit 25 Jahren und ist von der Ausstattung her eines der best bestückten im Umkreis. Unter anderem kann ein „Klassenzimmer anno 1900“ besichtigt werden, mit Pulten, Büchern, Schreibutensilien und Karten von anno dazumal. Vor allem Schulklassen zählten zur Stammkundschaft.

Die Schulverwaltung in der Nachbarschaft favorisiert nun eine „interkommunale Lösung“ für das Museum: Das „Klassenzimmer anno 1900“ soll demnach in das Heimat- und Naturkunde-Museum in Wanne-Eickel, für den Bereich „Schule ab 1945“ hätte der Heimatverein Langendreer Verwendung.

Alternativstandort gesucht

Die Diskussion um den Erhalt der Einrichtung war im Ausschuss gekennzeichnet von der Wertschätzung der Kulturstadt Bochum im Allgemeinen.

Für das Schulmuseum soll nun ein Alternativstandort ausgespäht werden, erwähnt wurden das Haus Kemnade, aber möglicherweise käme auch eine Auslagerung in die Sternwarte nach Sundern in Frage. Das Verschieben des Museums nach Wanne-Eickel scheint damit vom Tisch.