SchulKinoWochen gehen in Herne mit Rico und Oskar zuende

SchulKinoWochen mit Medienpädagogin Anja Schmid (im Foto vorn).
SchulKinoWochen mit Medienpädagogin Anja Schmid (im Foto vorn).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Viertklässler der Herner Vellwigschule sahen sich in der Filmwelt „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ an - Ende der diesjährigen SchulKinoWochen.

Herne..  Ein etwas anderer Schultag wartete am Mittwoch auf die 23 Schüler der Klasse 4a der Grundschule Vellwigstraße. Nicht im Klassenzimmer sondern in der Herner Filmwelt verbrachten sie ihren Schultag, in der mit „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ die letzte Vorführung im Rahmen der Herner SchulKinoWochen gezeigt wurde, die seit dem 22. Januar rund 1700 Herner Schüler ins Kino lockten.

„Wir haben das Thema Freundschaft im Sach- und Deutschunterricht behandelt und den Film in diesem Kontext integriert“, erklärt Klassenlehrerin Karin Böhlke die Entscheidung für den Kinderfilm. Genau darum geht es nämlich in „Rico, Oscar und die Tiefschatten“: Zwei Jungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, freunden sich an und erleben gemeinsam ein spannendes Abenteuer.

Um noch tiefer in den Film und seine Geschichte eintauchen zu können, aber auch um ein Stück hinter die Kulissen zu schauen, wurde der Klasse Medienpädagogin Anja Schmid zur Seite gestellt. In einer kurzen Einführung und einem abschließenden Gespräch konnten die Schüler Fragen loswerden, berichten, was sie besonders lustig fanden und lernen, durch welche filmischen und inhaltlichen Mittel die Geschichte so mitreißend wurde. Mit Fragen wie „Dachtet ihr, Westbühl könnte der Täter sein?“ oder „Warum war Sophie so ängstlich?“ gelang es ihr, die Kinder aus der Reserve zu locken, sich in die einzelnen Rollen einzufühlen und den Handlungsverlauf zu rekonstruieren.

Aber auch die „Tricks“ der Filmemacher deckte sie gemeinsam mit den Kindern auf. So wurde zum Beispiel deutlich, dass in einer Szene des Films mit dem Computer nachgeholfen wurde, indem man zwei separat aufgenommene Szenen zusammenschnitt. „Mein pädagogischer Auftrag ist es, dass die Kinder lernen, den Film zu hinterfragen, zu sehen, wie was gemacht ist und mit welcher Wirkung.“ Auch sei den Kindern nicht immer klar, dass die Handlung und die Charaktere im Film nicht real seien. Deutlich machte sie das durch Fakten: Am Drehbuch von „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ sei fünf Jahre geschrieben worden, der Filmdreh selbst habe über drei Monate gedauert, so Schmid.