Schule und Wirtschaft rücken zusammen
11.10.2007 | 20:15 Uhr 2007-10-11T20:15:35+0200Pestalozzi-Gymnasium und ISAP unterschreiben die erste Herner Kooperationsvereinbarung über eine Partnerschaft.Das erste gemeinsame Projekt startete schon gestern, weitere stehen bereits fest
Was lange währt: Nach einem Jahr Vorlauf unterschrieben gestern Peter Rossa, Leiter des Pestalozzi-Gymnasiums, und Norbert Assen, Vorstand des IT-Unternehmens ISAP AG, die erste Herner Kooperationsvereinbarung über eine Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Unternehmen.
Die Tinte war noch nicht trocken, da startete schon das erste Gemeinschaftsprojekt: Mitarbeiter von ISAP bringen in einer Arbeitsgemeinschaft einer Gruppe interessierter Fünftklässler den Umgang mit dem Computer bei. "Wir bringen auch mal eine Kiste mit, bauen sie auseinander und setzen sie wieder zusammen", sagt Norbert Assen. Sein Anliegen bei dem Gemeinschaftsprojekt ist es, Schule und Wirtschaft näher zusammenzubringen, die Schüler darauf vorzubereiten, was im Berufsleben auf sie zukommt und ihnen eine Antwort auf die Frage zu geben: "Was macht Ihr eigentlich?" Klar, er hofft auch, dass vielleicht der eine oder andere Schüler in seiner Firma eine Ausbildung beginnt oder einen Ingenieurs-Studiengang einschlägt. "Nicht nur wir suchen Ingenieure, auch viele unserer Kunden tun das", so Assen, der vor 30 Jahren selbst am Pestalozzi-Gymnasium sein Abitur ablegte.
Peter Rossa gibt unumwunden zu, dass er dem Projekt "Kooperationsnetz Schule-Wirtschaft" anfangs ziemlich skeptisch gegenüberstand. Daran änderte auch eine Informationsveranstaltung in der Akademie Mont Cenis nichts. Erst als Ute Fitzke, die in Herne das Projekt managt, ihn direkt auf eine Zusammenarbeit mit ISAP ansprach und einen persönlichen Kontakt zu Norbert Assen vermittelte, habe sich seine Einstellung verändert. Bei einem Besuch mehrerer Lehrer in dem Baukauer Unternehmen sind die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet und für gut befunden worden.
So sind zwei weitere Projekte am Pestalozzi-Gymnasium schon in der Pipeline: In Zusammenarbeit mit den Kunstkursen und mit Hilfe von ISAP-Software werden Icons für den Desktop entwickelt: "Da gibt es bei Benutzern oft Probleme", weiß Assen. Und mit Hilfe von Hochleistungs-Computern und dem Knowhow seiner Mitarbeiter kann eine weitere Gruppe virtuell einen Formel-1-Rennwagen konstruieren.
In diesem Jahr soll wenigstens noch eine weitere Partnerschaft unterzeichnet werden, kündigt Ute Fitzke an. Zurzeit interessierten sich in Herne mehr Schulen als Firmen für die Kooperationen: "Da treffen im Augenblick noch Welten aufeinander", sagt sie, "alle müssen erst mal aufeinander zugehen."
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