Schülergenossenschaft „Schoolbucks“ erfolgreich gestartet

Junge Unternehmer und junge „Genossen“: Diese Schüler betreiben Schoolbucks
Junge Unternehmer und junge „Genossen“: Diese Schüler betreiben Schoolbucks
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Die Schülergenossenschaft „Schoolbucks“ am Mulvany-Berufskolleg zieht nach den ersten Wochen eine positive Bilanz. Der Umsatz ist besser als erwartet.

Herne..  Es ist eins der ersten Projekte dieser Art im Ruhrgebiet: die Schülergenossenschaft, die sich im Februar am Mulvany-Berufskolleg gegründet hat. Unter dem Namen „Schoolbucks“ haben die Schüler die Cafeteria der Schule wiederbelebt. Seit Mitte März läuft der Verkauf, zum Start der Sommerferien fragte die WAZ nach einem ersten Zwischenfazit.

Zur Erinnerung: Seit 2012 war die Cafeteria geschlossen, nachdem sich die Betreiberin zurück gezogen hatte. Die Schüler liefen in den Pausen zu den Kiosken rund um die Schule oder zu einem der Schnellrestaurants. Das Schlangestehen konnte schon mal die komplette Pausenzeit fressen.

Strukturen werden professioneller

Der Wohnungsverein Herne und die Volksbank gaben den Anstoß, die Cafeteria in Form einer Genossenschaft wieder zu beleben und zu betreiben. Die „Gründergeneration“, die sämtliche Vorarbeiten leistete, hat inzwischen an ihre Nachfolger übergeben - wobei der Gründungsvorstand formal noch bis September im Amt sein wird. Die neuen „Genossen“ kümmern sich nun ums operative Geschäft.

Das läuft nach den Worten von Lehrerin Anna Große-Hovest „besser als erwartet“. Was auch daran, liegt, dass sich die Schüler einiges einfallen lassen, um den Verkauf anzukurbeln. So gab es vor den Ferien noch eine Art Sommerschlussverkauf, um die Warenregale zu leeren. Als die große Hitze nach Herne kam, ging Schoolbucks den Kunden entgegen und verkaufte Eis aus dem Bauchladen. Auch zwei Sonderverkäufe bei Veranstaltungen haben die Schüler geschultert. „Wir haben auch eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit gestartet“, erzählt Alexander Wanczura, der Abteilungsleiter für das Marketing ist.

Große-Hovest stellt fest, dass mit zunehmender Zeit die Strukturen professioneller werden, Buchhaltung, Einkauf und Personalverantwortung - die Schülergenossenschaft hat zwei Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis angestellt - meistern die Schüler immer routinierter.

Unterstützung kommt dabei von Karl-Heinz Abraham. Der Wohnungsverein-Vorstand nimmt als Aufsichtsrat regelmäßig an den Sitzungen der Schülergenossenschaft teil. Er ist begeistert vom Engagement der Jugendlichen. „Die Schüler sind hoch motiviert. Die Genossenschaft ist eine tolle Sache und auf einem guten Weg“, lautet sein persönliches Fazit.

Und die Schüler haben Pläne: Nach den Ferien wollen sie ihr Sortiment vergrößern. Mehr Brötchen, mehr Beläge. Die Anschaffung eines Backofens ist ebenfalls angedacht.