Schüler und Lehrer loben erstes Herner Schultheaterfestival

„Die !!!! und das Monsterhandy“, eine Inszenierung der Realschule Sodingen in der Aula der Realschule Crange.
„Die !!!! und das Monsterhandy“, eine Inszenierung der Realschule Sodingen in der Aula der Realschule Crange.
Foto: FUNKE Foto Services
Auf Einladung der Realschule Crange zeigten vier Schulen ihre aktuellen Produktionen. Zwischendurch nahmen die Schüler an Workshops teil.

Herne..  Zwei Stunden noch bis zur letzten Aufführung. Während in der Aula der Realschule Crange Lehrer Kabel verlegen und Schüler Kulissenteile von „Die Insel“ auspacken, haben sich die anderen Jugendlichen im Haus verteilt. Sie haben zusammen gegessen, jetzt sind Workshops angesagt, denn beim ersten Herner Festival für Schultheater wird nicht nur zugeguckt.

„Bühnensprache und Bühnenpräsenz“ heißt der Workshop mit André Wülfing. Der Schauspieler und Geschichtenerzähler vom Gelsenkirchener Consol-Theater hat gerade sieben Mädchen und einem Jungen aufgegeben, sich vorzustellen. Gar nicht so einfach, aber auch nicht schlimm, wenn es noch nicht so klappt. „Wem hast du das gerade gesagt?“, hakt Wülfing nach. „Einer Bodenfliese?“ Alles lacht.

Wertschätzung erleben

Unterdessen dröhnen in einer Turnhalle die Beats. HipHop-Dozent Speedy vom Jungen Pottporus bittet seine Workshop-Teilnehmerinnen, die Augen zu schließen. „Dann konzentriert ihr euch mehr“, sagt er. „Die Umgebung ist nicht mehr da, nur die Füße.“ Modern Dance, Graffiti und Parkour lernen die Jugendlichen in anderen Workshops kennen.

Vier Schulen haben sich für das erste Festival gemeldet, zu dem die Realschule Crange noch kurz vor den Ferien eingeladen hatte. Neben den Gastgebern traten auf: die Hiberniaschule mit ihrem ganz frischen „Peter Pan“, das Gymnasium Wanne mit einem englischen „Jungle Book“ nach Walt Disney und die Realschule Sodingen mit „Die !!!! und das Monsterhandy“, einer Detektivgeschichte mit Playback- und Live-Elementen.

Katrin Sommer und Carmen Klanke sind zwei der Lehrerinnen, die in Sodingen die Inszenierung auf die Beine gestellt haben. Fünf AGs waren beteiligt: Theater, Tanz, Instrumentalmusik, Chor und Gitarre. Sie machen gerade Pause auf dem Schulhof. „Es war schön, mal auf einer anderen Bühne zu stehen“, sagen sie, und vor anderen Schulen zu spielen, die auch Erfahrungen mit dem Schultheater haben. Ähnliche wie sie, die das „nebenbei“ betreiben, oder ganz andere wie die Hiberniaschule, die ganze Jahrgänge in aufwändigen Inszenierungen spielen lässt.

Auch Kathrin Teuschner von der Realschule Crange hat den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen von anderen Schulen als fruchtbar erlebt. „Das ist für das erste Mal sehr gut gelaufen.“ „Eine runde Sache“, findet auch ihr Schulleiter, Reiner Jorczik, und lobt die Unterstützung durch Gaby Kloke von Kulturamt. Ihm ist es wichtig, dass die Kinder Wertschätzung erleben für ihre Leistungen auf der Bühne. Und bei den Workshops hätten sie Neues ausprobieren können.

Timo (12) aus Sodingen hat gleich zweimal Parkour mit Lucas Werner belegt, mit dem er Sprünge wie „Tornado Kick“ und „Katze“ üben konnte. „Voll cool“ fand der Schlagzeuger das Festival. Stücke sehen, andere Schüler kennenlernen und die Workshops ... Timo ist nächstes Jahr wieder dabei.

Das Festival für Schultheater soll im nächsten Jahr wiederholt werden, wenn möglich mit erweiterter Teilnehmerzahl.

Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Schulen sollen ihre Terminwünsche angeben können.

Neben den Aufführungen konnten die Jugendlichen je zwei Workshops besuchen.

Kontakt: 0171-9770412 (Gabriele Kloke, Stadt Herne).

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