Schüler sangen gemeinsam in Polen und Israel

Schüler aus drei Nationen beim Konzert im polnischen Lukow.
Schüler aus drei Nationen beim Konzert im polnischen Lukow.
Was wir bereits wissen
Der Chor und das Orchester der Hibernia-Schule waren Teileines gigantischen Projektes der Völkerverständigung. Sie musizierten in drei Ländern.

Herne..  Herne, Lukow (Polen) und Haifa (Israel) – das waren die Stationen von Schülern sowie ihrer Lehrer aus eben jenen Ländern in den vergangenen Osterferien. Die Musik hatte die Jugendlichen zusammengeführt – auf Initiative der Hiberniaschule und namentlich ihres Musikpädagogen Eckart Fuckert, der das Projekt gegen alle Widrigkeiten knapp zwei Jahre lang vorangetrieben hatte. „Musik ist eine internationale Sprache, die geeignet ist, Menschen zusammenzuführen.“ Das war der Tenor vieler Reden von Repräsentanten der beteiligten Städte und Schulen.

Nachdem 20 Israelis und 70 Polen Gäste der Hiberniaschule waren, fuhren am Donnerstag, 26. März, – am Tag nach dem gemeinsamen Konzert in der Eickeler Marienkirche – gut 100 Schüler der Hiberniaschule nach Lukow. 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es hier einen ersten emotionalen Höhepunkt im ehemaligen Konzentrationslager Majdanek, als israelische, polnische und deutsche Schüler einander die Hand reichten und vor dem Berg aus Asche der im Lager Ermordeten ein Friedenslied sangen. Neben einem Besuch in Warschau und seinem neuen jüdischen Museum gab es hier in der Kirche St. Alberta das zweite Begegnungskonzert.

Anschließend – am Dienstag, 31. März – machte sich dann ein Großteil der Reisegruppe aus der Hiberniaschule – etwa 70 Schüler und Lehrer – gemeinsam mit einer elfköpfigen polnischen Gruppe auf den Weg nach Israel. In Haifa, im Ortsteil French Carmel, fand bereits am 1. April das dritte Drei-Länder-Konzert in der Krieger Hall statt. Bereichert durch Gruß- und Dankesworte von Repräsentanten der Neve Yosef Community musizierten Chöre und Orchester gut zwei Stunden und rundeten damit das offizielle Begegnungsprogramm ab. Der weitere Aufenthalt in Israel wurde dann genutzt für Besichtigungen historischer Stätten.

Besuch der Grabeskirche

Auf dem Programm standen Haifa, die Kreuzfahrerstadt Akko, eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth, Nazareth, die Festung Massada in der Judäa-Wüste, Jerusalem mit Altstadt, Garten Gethsemane, Grabeskirche und Klagemauer, aber auch der Strand in Haifa und Baden im Toten Meer zur Entspannung.

Alle teilnehmenden Schüler und Lehrer waren sich einig, selten solch erlebnisreiche Osterferien erlebt zu haben. Weil dabei auch zahlreiche neue Freundschaften entstanden sind, bleibt das Projekt als unvergessliches und nachhaltiges Ereignis im Gedächtnis aller Beteiligten.