"Schlaflose Gesellschaft"
20.06.2007 | 08:46 Uhr 2007-06-20T08:46:22+0200Prof. Dr. Rolf Hinz von der Haranni-Clinic: Jeder Vierte leidet unter behandlungsbedürftigen Schlafstörungen
TAG DES SCHLAFESVor einer "schlaflosen Gesellschaft" warnt zum heutigen "Tag des Schlafes" Prof. Dr. Rolf Hinz, einer der Innovatoren der zahnmedizinischen Schlafforschung in Deutschland und Gründer der Herner Haranni-Clinic. Schlaf sei ein zentrales Grundbedürfnis und die Voraussetzung für Leistung, so der Experte. Allerdings leide mittlerweile jeder vierte Bürger aus medizinischer Sicht unter behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Hinz: "Vorbehalte gegen die Schlafmedizin - zum Beispiel die Furcht vor einer Schlafmaske - halten leider viele Patienten von der Behandlung ab." Abgesehen von Einschränkungen wie Unkonzentriertheit und Leistungsminderungen können Schlafprobleme in schweren Fällen zu chronischen körperlichen und psychischen Erkrankungen bis hin zu Depressionen führen. Rund zwei Millionen Deutsche erleiden im Schlaf regelmäßig unbemerkte Atemstillstände. Bis zu zwei Minuten lang kann bei einer so genannten Schlafapnoe die Luft wegbleiben. Unbehandelt könne diese Störung auf Dauer lebensbedrohend sein, warnt der Herner Mediziner: "Nicht jeder Schnarcher braucht eine technisch aufwändige und für viele Patienten bedrohlich wirkende Schnarchmaske. Bei vielen Betroffenen kann bereits eine Schnarch-Schiene Abhilfe schaffen." Das einer Zahnspange ähnliche Gerät wurde von Hinz selbst entwickelt. Es verlagert nachts den Unterkiefer und damit gleichzeitig die Zunge nach vorn. In den Schlaflaboren werden Symptome wie Tagesmüdigkeit, Unausgeschlafensein und Aufwachen mit Kopfschmerz notiert, bevor der Betroffene zunächst mit einem transportablen Gerät daheim im eigenen Bett das eigene Schlafverhalten aufzeichnet. Danach wertet ein Computer sämtliche Ergebnisse aus. www.haranni-clinic.de
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