Schiereck und seine zwei Herzen
24.04.2008 | 19:32 Uhr 2008-04-24T19:32:15+0200OB begrüßt 300 Gäste zu Arbeitnehmerempfang
Oberbürgermeister Horst Schiereck trägt, wie er gestern während seines Arbeitnehmerempfangs vor gut 300 Gästen in den Flottmann-Hallen sagte, angesichts des jüngsten Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst zwei Herzen in der Brust. Einerseits belaste er den kommunalen Etat. Andererseits, so Schiereck, "freue ich mich für die Beschäftigten, dass sie endlich wieder das Gefühl haben dürfen, dass ihre Arbeit etwas wert ist". Zur Zukunft des Lago sagte der OB, dass die Stadt die Empfehlungen zur Modernisierung und Sanierung prüfen werde. Auch zur angedachten Fusion der Stadtwerke Herne und Witten bezog er Stellung: Auch wenn sich die Zahl der Beschäftigten zwangsläufig verringern werde, werde es betriebsbedingte Kündigungen mit ihm nicht geben, so Schiereck.
Der DGB-Kreisvorsitzende Dieter Fregin gratulierte den Arbeitnehmern zu den jüngsten Tarifabschlüssen und zog nach 130 Jahren Gewerkschaftsbewegung in Herne die Bilanz, dass der Arbeiterbewegung "in all den Jahren nichts geschenkt worden ist". Heute gelte es, sicher geglaubte Errungenschaften "unter Aufbietung großer Kraftanstrengungen zu verteidigen".
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